Reisen
Wenn man an spektakuläre Reisen der Geschichte denkt, dann denken die meisten wahrscheinlich an Kolumbus, Marco Polo und Co. Daher präsentiere ich euch heute 4 Abenteurer*innen von denen die meisten wahrscheinlich noch nie gehört haben!
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Polarlichter bei Norwegen, wie sie auch Phyteas gesehen hat
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Phyteas von Massalia – Odyssee in den Norden
Gehen wir jetzt ein bisschen Chronologisch vor und beginnen mit der Antike. Phyteas von Massalia war ein griechischer Seefahrer und Abenteurer, aufgewachsen in der Gegend rund um die griechische Kolonie Massalia, das heutige Marseille in Südfrankreich. Geboren wurde er um das Jahr 370 v. Chr., also einer Zeit in der der Mittelmeerraum florierte, aber Nord-Europa noch ein dunkler Fleck auf der Landkarte war. Seine spektakuläre Reisen dorthin machten ihn in der Antike zu einer Berühmtheit.
Phyteas bereiste wahrscheinlich schon früh verschiedene Orte am Mittelmeer, sonst weiß man fast nichts über diesen Mann. Bis er ca. um das Jahr 320 v. Chr. Zu einer Reise in das bis dato unbekannte Nord-Europa aufbrach. Zwei mögliche Reiserouten kommen dabei auf: zum einen könnte er an Gibraltar vorbei gesegelt sein und die iberische Halbinsel umschifft haben, oder aber über die Flüsse des heutigen Frankreichs die Atlantikküste erreicht haben.
Und ab dort beginnt eigentlich der spektakuläre und bekanntere Teil seiner Reise. Mit einem Schiff reiste er in Richtung der britischen Inseln, welche den Griechen zu diesem Zeitpunkt völlig unbekannt waren. An der Westküste Großbritanniens entlang zog er weiter Richtung Norden. Er vermaß die Küstenlinie und berichtete von den Handelsprodukten der Gegend. Aaußerdem konnte er noch eine Entdeckung machen: Gezeiten. Im Mittelmeer, insbesondere Griechenland sind die Gezeiten kaum merklich, am Atlantik und in der Nordsee werden jedoch bei Ebbe ganze Landstiche frei von Wasser.
Erstaunlich ist auch, dass Phyteas präzise seine Position mittels des Sonnenstandes und der Sterne navigiert. So berechnet er auch den Abstand von Schottland zu seiner Heimatstadt erstaunlich gut. Was für viel Spekulationen sorgte und immer noch diskutiert wird ist seine nächste Entdeckung: die Insel Thule. In den antiken Schriften steht, dass Phyteas Richtung Norden segelte, wo die Tage im Sommer immer länger wurden und die Nächte im Winter. Dort findet er die Insel Thule vor, und beschreibt Polarlichter. Heute fragen sich Historiker: welche Insel hat der Abenteuere nun wirklich bereist? War es Island? Die Orkney-Inseln? Oder hielt der antike Entdecker die Küste Norwegens für eine Insel, da ihm nicht klar war, dass Skandinavien eine Halbinsel ist?
So spannend auch Phyteas spektakuläre Reisen sind, gibt es ein großes Problem: der original Bericht ist nicht erhalten, keine einzige Kopie. Alles was wir wissen kommt daher, dass andere Autoren der Antike seinen Bericht häufig zitierten, noch dazu schwierig, da diese Autoren sich auch gegenseitig kritisierten den Bericht falsch zu interpretieren. Wir wissen auch nicht ob er mehrere spektakuläre Reisen in den Norden unternommen hat. Am Ende bleiben mehr Fragen als Antworten zu Phyteas Reise in den Norden, eines ist jedoch sicher: er war wohl einer der bedeutendsten Abenteuere und Entdecker seiner Zeit, ein realer Odysseus.

Jurten in Zentralasien, ein Bild wie es sich Carpine geboten haben könnte
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Giovanni da Pian del Carpine – Spion oder Diplomat?
Der nächste große Abenteurer den ich euch vorstellen möchte ist Giovanni da Pian del Carpine. Hinter diesem langen italienischen Namen verbirgt sich ein Franziskaner-Missionar des Mittelalters. Carpine (Wie ich ihn jetzt nennen werde, da der Name einfach zu lang ist) war ein Franziskaner der ersten Stunde: er war ein persönlicher Freund von Franz von Assisi und schon früh von dessen Lehren angetan. Geboren war er in Umbrien um das Jahr 1185. Später war er als Missionar in Tunesien, Spanien und Sachsen unterwegs. Doch das Europa des Mittelalters wurde im Jahr 1241 plötzlich mit einer Gewalt konfrontiert, mit der keiner gerechnet hatte: ein gewaltiges Reiterherr aus Asien griff Europa an, die Mongolen.
Die Könige Osteuropas baten den Papst um Rat und dieser beschloss eine Diplomatische Mission in das Reich der Mongolen loszuschicken. Auf Grund seiner Erfahrung wählte der Pabst Carpine im Jahr 1245 als seinen persönlichen Diplomaten und Spion. Ausgestattet mit einem päpstlichen Brief macht dieser sich von Frankreich aus auf eine lange Reise in einen Teil der Welt, den bis dahin noch kein Europäer bereist hatte. Und nur wenige begaben sich auf so spektakuläre Reisen, wodurch er unbewusst zu einem großen Abenteurer der Geschichte wurde.
Der päpstliche Brief ermöglichte es Carpine in Europa an Fürstenhöfen zu essen und zu nächtigen und meistens wurde er von lokalen Rittern zum Schutz eskortiert. Bis er schließlich die grenze des mongolischen Imperiums erreichte, die besetzte Stadt Kiew. Nach zähen Verhandlungen mit einem lokalen Offizier der mongolischen Armee durfte er schließlich weiter in die Stadt Sarai an der Wolga reisen, nun stets begleite von mongolischen Leibwächtern. Dort traf er auf Batu Khan, welchen Carpine für den Großkönig der Mongolen hielt.
Von Batu Khan schickte Carpine weiter Richtung Osten. Dieser tat sich schwer dem Tempo seiner Begleiter nachzukommen. Zwar waren sie alle zu Pferd unterwegs, Ritten allerdings von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang und durchquerten dabei ganz Zentralasien in nur ca. 60 Tagen. In der Mongolei angekommen, erreicht er die Hauptstadt zwar nicht, allerdings kam er in ein Jurten-Lager welches errichtet wurde um den neuen Großkhan der Mongolen zu wählen. Damit war auch schon eine weitere Frage geklärt: der Feldzug wurde abgebrochen, da der Großkhan gestorben war.
Nach einer Audienz, die aber ohne großen Erfolg blieb reiste er nach einigen Monaten zurück. Bei einem Gespräch mit indischen Gesandten stellte er fest, das seine spektakulären Reisen ihn weiter nach Osten führten, als irgendein damals bekannter europäischer Abenteuer zuvor. Wieder in Europa angekommen wurde er zu einem gefragten Experten an den Fürstenhöfen und sein Buch, die „Geschichte der Mongolen“ wurde zu einem der meist kopierten und gekauften Bücher. Allerdings währte sein Ruh nicht lange, da bereits ein paar Jahrzehnte später Marco Polo, ein deutlich bekannterer Abenteurer aus der Geschichte nach Asien reiste und einen Buch über die Mongolen schrieb. Dennoch stellen die spektakulären Reisen des Giovanni da Pian del Carpine einen bedeutenden Meilenstein im Kontakt zwischen Ost und West dar.

Auf diesem Globus aus der Zeit von Hasekura segelt ein Schiff Richtung Spanien, wie passend.
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Hasekura Tsunenaga – ein japanischer Abenteurer im Westen
Unser nächster Abenteurer aus der Geschichte kam aus dem Osten und reiste in den Westen: Hasekura Tsunenaga. Ein japanischer Samurai und Diplomat. Hasekura wurde 1571 geboren, einer Zeit in der sich Japan im seit Jahrzehnten in einer Art Bürgerkrieg befand. Er wuchs als Samurai auf und war in mehreren Kriegszügen dabei. Japan fand etwa 1600 endlich Frieden und eine neue Ära war angebrochen. Im Jahr 1612 sollte eine diplomatische Mission den Kontakt zu Spanien und dem Papst vertiefen. Zur Planung der Mission ernannte der Shogun, der Militärherrscher Japans, den Fürsten von Sendai im Norden Japans. Dieser wiederum ernannte seinen Gefolgsmann Hasekura Tsunenga zum Leiter der Mission und machen ihn damit zu einen der berühmtesten japanischen Abenteurer der Geschichte.
Hasekuras spektakuläre Reisen begannen 1613 in Japan, als er auf eine Galeone nach spanischem Vorbild stieg, welche innerhalb von nur 45 Tagen in Japan gebaut wurde. Das erste Ziel der Reise war Mexiko, damals eine spanische Kolonie. Die meisten japanischen Seeleute warteten hier mit ihrem Schiff auf die Rückfahrt, während Hasekura und weitere Begleiter die Reise nach Europa auf einem spanischen Schiff fortsetzten. Damit begann das wichtigste Kapitel seiner spektakulären Reisen.
1614 erreichte er Europa. Dort traf er den spanischen König, bereiste den Süden Frankreichs und lernte den Papst in einer Audienz in Rom persönlich kennen. Zurück führte sein Weg wieder über Spanien, Mexiko und letztlich die Philippinen. Dort verzögerte sich die Weiterreise, da Spanien im Krieg mit Holland war und das Schiff benötigt wurde um gegen die Holländer zu kämpfen. 1620 erreichte er wieder Japan. Nun einer der berühmtesten Abenteuer der Geschichte Japans.
Doch seine Heimat hatte sich verändert. Japan steuerte immer mehr einen Kurs der Isolation an. Das Christentum wurde verboten und Hasekuras spektakuläre Reisen und seine diplomatische Mission schienen auf einmal nutzlos. Möglicherweise auch Hasekuras Berichte über die Macht Spaniens und der Umgang Spaniens mit den Kolonien hatten Einfluss auf die Entscheidung des Shoguns den Handel mit Spanien zu beenden und Japan letztlich für ca. 250 Jahre zu isolieren.
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Das Schloss Nymphenburg in München. In diesen Gärten verbrachte Therese in ihrer Jugend viel Zeit.
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Prinzessin Therese von Bayern – ihre spektakuläre Reisen und Forschungen
Zu guter Letzt ist unser letzter großer Abenteurer der Geschichte eigentlich eine Abenteurerin! Therese wurde 1850 in die Bayerische Königsfamilie geboren, als Tochter des späteren Prinzregenten Luitpold und Schwester des späteren König Ludwig III. Aber das Leben als Prinzessin war nicht für Theres, sie sehnte sich schon früh danach auf spektakuläre Reisen zu gehen, die Natur und die Welt zu erforschen. Sie bildete sich selbst in vielen Bereichen wie Ethnologie, Biologie und Geologie, da es Frauen nicht erlaubt war an Universitäten zu studieren.
Mit 21 Jahren begann sie Europa und Nordafrika zu bereisen und lernte dabei 12 Sprachen! Ab 1880 bereiste sie mehrfach über Monate hinweg Amerika und erforschte dort die Kulturen, Tiere und Pflanzen des Kontinents. Sie besuchte die Stämme der Great Plains und des Südwestens der USA und lernte ihre Kultur und Bräuche. 1897 erhielt sie, ohne je studiert zu haben und obwohl sie eine Frau war einen Ehrendoktor der Philosophie an der Universität in München. Tatsächlich hat ihr Vater 1903 als Prinzregent das Studium für Frauen erlaubt, wohl auch durch ihren Einfluss.
Thereses nächste spektakuläre Reisen führten sie nach Südamerika, wo sie ein halbes Jahr lang den Kontinent bereiste und mehrere Fisch und Pflanzenarten für die Wissenschaft neuentdeckte. Auch baute sie Kontakt zu vielen indigenen Völkern auf, die vorher in Europa vollkommen unbekannt waren. Allein diese Reise sollte ihr einen Platz unter denen geben, die als „große Abenteurer der Geschichte“ gelten.
Zuletzt lebte sie in einer Villa nahe der Stadt Lindau am Bodensee, wo sie 1925 verstarb. Ihre Sammlungen vererbte sie an Münchner Museen, wie das Museum der Fünf Kontinente und die Zoologische Staatssammlung. Somit schaffte Therese von Bayern durch spektakuläre Reisen ganze Museen zu füllen.
Ich hoffe euch hat dieser Ausflug in die Vergangenheit gefallen und vielleicht auch inspiriert mehr über diese Personen zu erfahren, ihre Reiseberichte zu lesen, oder vielleicht auch selbst auf spektakuläre Resien zu gehen.
Salam alikom, Habibis. Wie schon in einem vorherigen Funfact von mir angekündigt, war ich letzte Woche in der Hauptstadt Tunesiens unterwegs: Tunis. Noch nie war ich je zuvor so weit weg aus meinem Heimatland und kann euch sagen, ich bin verliebt! Ich erzähle euch daher von der etwas unterschätzen Perle Nordafrikas, der Kultur und einer Handvoll Spots, die ihr auch mal erleben solltet. Wie immer mit dabei ist meine Kamera, um meine Eindrücke über die arabische Kultur festzuhalten. Also ab in den Flieger, Indiana Jones Musik an und auf geht’s in den Urlaub nach Tunesien.
Wo der Deutsche bei 30 °C schmilzt…
… fängt in Tunesien im Schnitt die Tieftemperatur an! Noch vor meiner Ankunft in Tunis habe ich mich auf hohe Temperaturen gefasst gemacht. Aber absolut gar nichts konnte mich darauf vorbereiten. Als ich nach einer Stunde Verspätung endlich zum entspannten Nachmittag den Flughafen verlassen habe, schlug mir eine Hitze, die ich sonst nur aus dem Föhn kenne, ins Gesicht und brannte mir beinahe die Augenbrauen weg. Mit durchschnittlichen Temperaturen von über 43 °C war ich mehr als froh in einem klimatisierten Apartment untergebracht zu sein. Kaum vorzustellen, wie man die Hitze Tag für Tag aushalten kann, geschweige denn für einen einwöchigen Urlaub in Tunesien.
Der Utopia food market
Das blaue Viertel „Sidi Bou Saïd“
Indiana Phil und das Museum Carthage
Die Menschen – So sind die Einheimischen
Der Verkehr – Chaos pur!
Die wichtigsten Tipps und Hinweise für einen gelungenen Urlaub in Tunesien
– Bolt für Taxi nehmen (ja das ist möglich)
– Bei Souvenirs feilschen
– Abends wird Wasser abgestellt
– Immer Wasser dabei haben
– Die runden bei Preisen auf. Weil das Kleingeld nicht viel wert ist. Also nicht wundern, wenn ihr mal weniger Restgeld bekommt.
– Unbedingt eine Prepaid Karte für Internet holen!
– Hitze immer einkalkulieren und eher abends ausgehen (die Shops, Cafés und Kneipen haben bis spät abends auf)
– Auf die Hunde aufpassen
– Scharf = richtig scharf!
– Millefeuille und Bambalouini probieren
Fazit
Alles in allem ein tolles Land, mit tollen Menschen und einer faszinierenden Kultur. Man hat hier für jeden was: den Partygänger, den Kulturreisenden und den Pauschalurlauber. Man sollte nur am besten 1000 € in bar mitbringen und in die Landeswährung umtauschen oder eine Kreditkarte o.ä. haben. Ich persönlich habe jede Sekunde meines Daseins genossen, hoffe etwas von der entspannten Mentalität mit nachhause zu nehmen und kann es kaum erwarten nächstes Jahr zurückzukehren.
Urlaub in Südkorea? Mittlerweile ist Südkorea als Wunschreiseziel für viele nicht ungewöhnlich. Gerade durch die koreanische Popkultur ist die „Faszination Südkorea“ auch bei uns in Europa angekommen, aller spätesten durch Gangnam-Style oder Serien und Filme wie Squidgame und Parasite. Ja, Südkorea hat eine gewisse Anziehungskraft, auch wenn es weit weg von Europa ist. Aber was hat das aufstrebende High-Tech-Land in Ostasien so zu bieten? Was sollte man als Tourist unbedingt gesehen haben und was darf man sich nicht entgehen lassen? Ich gebe euch hier mal meine Top-Reisetipps für eure Traumreise nach Südkorea!

Die Skyline von Seoul
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Seoul – das pulsierende Herz der Nation
Beginnen wir gleich mit der Megastadt im Norden des Landes. Rund 10 Millionen Einwohner zählt die Hauptstadt mittlerweile. Kein Wunder daher, dass es hier auch besonders viel zu sehen entdecken und ausprobieren gibt. Hier erwarten euch Jahrtausende alte Sehenswürdigkeiten und moderne direkt nebeneinander. Und für Fans von K-Dramas, wie man die koreanischen Serien Highlights nennt, gibt es hier auch viele Orte die ihr bestimmt sofort wieder erkennt!
Als erstes nenne ich gleich, was sofort in der Skyline der Stadt auffällt und auch in vielen Serien und Musikvideos immer wieder im Hintergrund zu sehen ist:
N Seoul Tower
Der N Seoul Tower, oder auch Namsan Tower steht auf einem Hügel im gleichnamigen Park und überragt die Stadt. Jeder der seinen Urlaub in Südkorea plant sollte hier unbedingt vorbei schauen und auch das legendäre Dreh-Restaurant im Turm besuchen und die Aussicht über die Stadt genießen. Die offene Aussichtsplattform ist außerdem ein beliebtes Ziel für Liebespaare. Wenn ihr zu zweit reist sollte ihr euch die Gelegenheit nicht entgehen lassen. Wer als Kontrast etwas traditionelles sehen will kann auf meinen nächsten Tipp gespannt sein:

Der N Seoul Tower auf dem Namsan
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Gyeongbokgung
Der Name ist zwar schwierig auszusprechen aber der über 600 Jahre alte Palast ist absolut sehenswert! Auch dieser Palast ist häufig Kulisse und in seinen wunderschönen Gärten und Parks lässt es sich wunderbar entspannen vom hektischen Trubel der sonst sehr modernen Hauptstadt. Passend dazu auch eine Essensempfehlung: Das Restaurant Seokparang in Seoul, nicht weit weg vom Gyeongbokgung-Palast. Und keine Angst, diese Michelin-Restaurant ist definitv die teuerste Empfeehlung auf meiner Liste. Wenn man allerdings möchte kann man hier in einer ehemaligen Villa eines Regierungsbeamten die traditionelle Küche Koreas mit Kimchi, Fisch und Gemüse ausprobieren und sogar ein paar Gerichte probieren, die sonst der kaiserlichen Familie Koreas serviert wurden!

Der Palast Gyeongbokgung im Zentrum von Seoul
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Lotte World
Auch eine besondere Erfahrung bietet der Freizeitpark Lotte World. Lotte ist eines der größten Frimenkonglomerate Koreas und dieser Freizeitpark bietet den größten Indoor-Park der Welt! Generell besteht der Park aus zwei Teilen, dem riesigen Idoor-Park Adventure und dem Außenpark Magic Island, welcher mit seinem Märchenschloss ein bisschen an Disneyland erinnert. Verbunden sind beide Parkteile mit einer sogenannten Monorail, einer Einschienenbahn. Für Achterbahnfans ist unbedingt die Achterbahn Atlantis Adventure zu empfehlen, die sowohl außen als auch Innen verläuft und 670m lang ist! Aber auch viele andere Achterbahnen, Karusselle und Themenfahrten werden hier geboten, viele davon sind auch für Kinder gut geeignet.
Bukchon Village
Und wieder geht es zur Abwechslung zurück ins traditionelle Korea. Diesmal in die Hüge hinter dem Palast. Dort erwartet euch das traditionelle Dorf und Stadtviertel Bukchon mit engen, verwinkelten Gassen und Häusern im klassischen koreanischen Baustil. Hier könnt ihr ein paar der tollsten Fotos machen, um allen euren Urlaub in Südkorea zu zeigen! Es gibt hier auch ein Hanok, ein traditionelles Haus, das Teil des Nationalmuseums ist und kostenlos besucht werden kann. Auch ein Highlight ist die kostenlose Spaziertour entlang der wichtigsten Punkte im Dorf, an deren Ende man einen Schlüsselanhänger als Erinnerung bekommen kann. Wegen der gestiegenen Besucherzahlen in den letzten Jahren ist das Viertel allerdings nur noch von 9:00-17:00 Uhr für Touristen geöffnet und am Sonntag für Besucher geschlossen. Trotzdem sollte dieser Stadtteil unbedingt auf eurer Bucket-List stehen, denn er ist ein absolutes muss für jeden Urlaub in Südkorea!

Eine Gasse in Bukchon
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Gangnam, Myeong-dong und Insa-dong: Faszination Südkorea
Zurück zum modernen Korea wird die Faszination Südkorea gerade im Stadtviertel Gangnam deutlich. Hier treffen sich die Reichen und Schönen des Landes. Haben hier ihre Häuser, Apartments und Villen. Bekannt wurde das Viertel auf der ganzen Welt durch das satirische Lied des Musikers Psy. Wer in seinem Urlaub in Korea die Chance haben will ein Schauspieler, Musiker oder Model zu sehen hat hier wohl die beste Gelegenheit dazu! Sehr zu empfehlen ist der im Viertel Songpa an Gangnam grenzende Park mit dem See Seokchon, besonders im Frühling zur Kirschblüte. Hier findet Ihr auch Lotte World.
Wem es um Shoppen geht, aber die Geschäfte in Gangnam zu teuer sind sollte unbedingt auch in der Nachbarschaft Myeong-dong im Jung-Viertel, unterhalb des bereits erwähnten Berges Namsan vorbeischauen! Hier ist die Einkaufsstraße Seouls schlechthin. Auch eure internationalen Lieblingsmarken wie Lacoste, Zara oder H&M sind hier zu finden. Das ganze Jung-Viertel bietet viele Sehenswürdigkeiten und Parks.
Auch eine tolle Shopping-Gelegenheit bietet die Insa-Nachbarschaft im Viertel Jongno, ebenfalls im Zentrum Seouls. Insa-dong gilt als einer der besten Orte um das Aufeinandertreffen von Alt und Neu, was die Faszination Südkorea ausmacht, am besten verdeutlicht. Auch hier gibt es viele Geschäfte und es gilt ein bisschen als das Zentrum der südkoreanischen Kaffeehauskultur. Dem einen oder anderen wird auffallen, dass hier einige K-Dramas gedreht wurden. Ihr dürft nicht verpassen hier koreanisches Streetfood wie Gimbap oder Bungeo-ppang zu probieren! Wenn ich im Urlaub bin ist Essen immer ein absolutes Muss für mich und hier ist einer der besten Orte in ganz Südkorea dafür! Auch ein tolles Erlebnis ist es in Insa-Dong das P.R. Center zu besuchen und dort Fotos im Hanbok, der traditionellen koreanischen Kleidung zu machen.
Noch ein extra Tipp:
Wer mit dem Zug ein bisschen aus Seoul raus fährt kommt schnell in die Stadt Uijeongbu. Die Stadt gilt als Geburtsort und inoffizielle Hauptstadt des in Südkorea beliebten Eintopfes Budae-Jjigae. Ein deftiges Gericht was früher aus Reserven der U.S. Army zubereitet wurde, wie Käse, Würstchen und Dosenfleisch. Der Name bedeutet soviel wie Armee-Eintopf und den müsst ihr unbedingt probiert haben wenn ihr im Urlaub in Südkorea seid und kein Ort ist dafür besser als Uijeongbu.

Die Einkaufsstraße in Myeong-dong
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Busan – Zwischen Bergen und Meer
Wird Zeit das wird die Hauptstadt verlassen und uns der großen Metropole im Süden des Landes zuwenden: Busan! Mit Faszination Südkorea ist mehr gemeint als nur Seoul, auch wenn die Stadt alleine schon genug zu bieten hat um Wochen dort zu verbringen. Die meisten Touristen kommen nach Seoul, Busan ist da schon deutlich weniger besucht. Aber auch hier gibt es sehr viel tolles zu entdecken und unvergessliche Momente für eueren Urlaub in Südkorea.
Haedong Yonggung -Tempel
Eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt ist dieser buddhistische Tempel, und ja es ist wieder ein schwierig auszusprechender Name. Was den Tempel so beliebt als Fotomotiv macht ist seine Lage direkt am Meer. Die bunten Tempelgebäude, die steinerne Bogenbrücke über die Felsküste und Stupas schmiegen sich geradezu natürlich zwischen die bewaldeten Hügel und die Küste des japanischen Meeres. Auch die Tatsache, dass der Tempel in der Nähe des beliebten Strandes Haeundae macht diesen Tempel so populär für Touristen und Einheimische zugleich.
Jagalchi Markt
Faszination Südkorea – oder im meinen Fall hauptsächlich: Faszination koreanisches Essen. In keiner Hafenstadt darf ein Fischmark fehlen. In Busan ist es der Jagalchi Fisch-Markt. Hier bekommt ihr die wahrscheinlich besten und frischesten Fische und Meeresfrüchte die ihr in eurem ganzen Urlaub in Südkorea essen werdet. In den Markthallen und unter den unzähligen Planen und Zeltdächern der Marktstände finden sich neben den Fischern die ihren Fang verkaufen auch jede Menge Restaurants und Imbisse an denen man Schlemmen kann. Und zu finden gibt es viel, den der Markt ist groß und erstreckt sich auf eine Länge von fast 3 Kilometer! Jedes Jahr im Herbst findet hier das Jagalchi Festival statt, ein traditionelles Fest mit Tanz und Gesang an dem jeder teilnehmen kann, auch wenn man nur zum Urlaub in Südkorea ist.
Dongnae und Gamcheon
Das Viertel Dongnae bietet auch in Busan die Möglichkeit Tradition und moderne direkt nebeneinander zu sehen. Hier gibt es auch viele Hotels und Restaurants die auf Touristen ausgelegt sind. Einkaufstraßen und viele kleine Restaurants, oft im Familienbesitz verleihen diesem Viertel einen besonderen Charme. Die vielen natürlichen Thermalbäder und Badehäuser in diesem Viertel sind auch einen Besuch wert, wenn man die koreanische Wellness-Kultur genießen möchte.
Gamcheon ist eine kleine Nachbarschaft im Viertel Saha ganz im Süden der Stadt, was diesen Ort so besonders macht, ist dass es sich selbst als Machu Picchu von Korea bezeichnet. Die vielen Bunten Häuser des Stadtteils liegen auf einem Steilhang, weshalb die Häuser wie Stufen den Berg hinauf klettern. Ursprünglich als Arbeitersiedlung geplant hat sich die Gegend in den letzten Jahren zu einem Zentrum der Kunstszene entwickelt, überall gibt es Kunstwerke und Installationen zu bestaunen. Hier könnt ihr auch Kunst bei lokalen Künstlern kaufen, wenn ihr einmal ein einzigartiges Souvenir aus eurem Urlaub in Südkorea mitbringen möchtet.

Gamcheon Kulturdorf: das Machu Picchu Koreas
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Jeju – Der etwas andere Urlaub in Südkorea
Zu guter letzt noch mein letztes Highlight für eueren Urlaub in Südkorea: die Insel Jeju! Die Insel ist die größte Koreas und liegt in der Meerenge zwischen Korea und Japan. Aufgrund ihrer Lage ist die Insel einer der wärmsten Orte Koreas und äußerst beliebt auch bei einheimischen Touristen. Prägend für die Insel ist, dass sich dort Sprache und Kultur vom Festland Südkorea unterscheiden, da sie etwa isoliert liegt, aber auch diese Unterschiede machen für mich die Faszination Südkorea aus.
Kultur auf Jeju
In ganz Korea berühmt sind die Taucherinnen von Jeju! Früher hat etwa jede fünfte Frau auf Jeju als Taucherin gearbeitet und Meeresfrüchte wie Muscheln und Perlen gefischt. Auch heute gibt es diese Tradition noch, wenn auch deutlich kleiner, da die Insel heute hauptsächlich vom Tourismus und nicht der Fischerei lebt. Aber mancher Orts kann man noch heute diese Taucherinnen sehen, die ihre eigenen Bräuche pflegen und bis in 20 Meter tiefe tauchen, ohne Atemgerät! Die Küche Jejus ist sehr auf Meeresfrüchte und Fisch ausgelegt, aber auf der Insel werden Mandarinen und Tee angebaut, welche in ganz Südkorea populär sind.

Die atemberaubend schöne Natur der Insel Jeju
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Hallasan Nationalpark
Wenn ihr so wie ich auch gerne ein bisschen Wandern geht empfehle ich euch unbedingt eine besuch des Nationalparks rund um den Vulkan Halla! Damit könnt ihr euren Urlaub in Südkorea auch ein bisschen sportlich gestalten, denn der Berg Halla ist der höchste Berg Koreas und ragt 1.950 Meter über den Meeresspiegel, welcher bei Jeju als Insel nicht weit weg ist. Die Touren an sich sind für erfahrene Wanderer nicht sonderlich schwierig, gut ausgeschildert und die Längste Tour nur 9,6 km lang. Vor allem kommt man aber hierher um die Natur zu genießen und noch einmal komplett in die Faszination Südkorea einzutauchen!
Ich hoffe damit habe ich euch ein paar tolle Tipps für eure Reise und euren Urlaub in Südkorea gegeben, oder auch bei dem ein oder anderen die Lust darauf geweckt und die Faszination Südkorea entfacht!
80.000 Menschen lebten hier. Jetzt ist es nur noch eine Geisterstadt. Anstelle des Lachens von spielenden Kindern hört man nur das unregelmäßige Knacken des Geigerzählers, wenn man den Kindergarten „Cheburashka“ betritt. Vergeblich wartet man darauf, dass sich das Riesenrad wieder in Bewegung setzt und auch das Schwimmbad hatte seit über drei Jahrzehnten keine badenden Besucher mehr. Neben ein paar Einheimischen, streunenden Hunden und dem Personal am Tschernobyl Atomkraftwerk sind es vor allem eine handvoll Touristen, die Tschernobyl Prypjat heute ein wenig beleben. Anlässlich des 37. Jahrestags der Reaktor-Katastrophe schauen wir uns Tschernobyl Prypjat heute, die Geschichte und Touristenattraktionen an.
1970, ein Atomkraftwerk und eine Stadt
Am 4. Februar 1970 wurde Prypjat gegründet. Damals noch eine einfache Arbeitersiedlung für den Bau des Tschernobyl-Atomkraftwerks. Recht schnell wuchs die Siedlung und erhielt bereits 1979 den Status einer Stadt. Es wurden Kindergärten, Schulen, Schwimmbäder, ein Kino, eine Fabrik, ein Kulturzentrum und vieles mehr gebaut. Darunter auch ein Rummelplatz mit Autoscooter und einem Riesenrad, welcher am 1. Mai 1986 eröffnet werden sollte. Das Atomkraftwerk diente nicht nur der Versorgung der Stadt, sondern der ganzen Sowjetunion.
Aber nicht nur deswegen war diese Region für die UdSSR von Bedeutung. Ganz in der Nähe befand sich nämlich die „Duga“-Antennenanlage, welche als Frühwarnsystem für Interkontinentalraketen während des Kalten Krieges diente und damit die ganze UdSSR geschützt hat.
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26.04.1986, der Tag der Katastrophe
Bei einer Simulation eines kompletten Stromausfalls am 25.04.1986 unter der Leitung von Anatoli Stepanowitsch Djatlow kam es im Reaktor-Block 4 zu einem unkontrollierten Leistungsanstieg und infolgedessen am 26.04.1986 zu einer Explosion mit anschließender Kernschmelze im Reaktor-Block. Unmengen an radioaktivem Material wurden dabei in die Umwelt freigesetzt. Die Strahlung war so enorm, dass im über 1200 Kilometer entfernten Kernkraftwerk Forsmark in Schweden aufgrund erhöhter Radioaktivität auf dem Gelände automatisch der Alarm ausgelöst wurde. Messungen an der Arbeitsbekleidung der Angestellten ergaben erhöhte radioaktive Werte.
Nachdem die eigenen Anlagen als Verursacher ausgeschlossen werden konnten, richtete sich der Verdacht aufgrund der aktuellen Windrichtung gegen eine kerntechnische Anlage auf dem Gebiet der Sowjetunion. Diese bemühte sich um Geheimhaltung und Schadensbegrenzung. Während die radioaktive Staubwolke Richtung Deutschland flog, kämpften Feuerwehr und Spezialkräfte – „Liquidatoren“ genannt – mit dem Feuer und der schnellen Beseitigung radioaktiven Materials. Viele von ihnen erkrankten an der Strahlenkrankheit und zahlreiche starben noch im selben Jahr an den Folgen. Ihnen zu Ehren wurde in der Nähe des Katastrophen-Ortes ein Monument errichtet, gewidmet denen, die die Welt gerettet haben.
Einige Tage später erreichte die radioaktive Wolke Deutschland. Es wurde Jod an die Bevölkerung verteilt. Als das Jod knapp wurde, wurde zu Alternativen wie Rotwein gegriffen, welche ebenfalls die Schilddrüse anregen und den Abbau von Strahlung im Körper bestärkt. Die Bevölkerung wurde angewiesen das Haus möglichst nicht zu verlassen und Grünflächen und Spielplätze zu meiden. In den Teilen, wo es einen radioaktiven Niederschlag gab, haben Sand und Pflanzen den kontaminierten Regen aufgenommen. Besonders gravierend zeigte sich das am Wald nahe dem Kraftwerk. Die Strahlung zerstörte das Chlorophyll der Blätter und färbte sie lange Rot. Dadurch erhielt der Wald den Spitznamen „Roter Wald“.
Auch die Tierwelt blieb nicht verschont. Wildschweine, die die verseuchten Pilze verzehrt haben wurden verstrahlt. Auch heute noch lassen sich erhöhte Strahlenwerte bei Wildschweinen messen.
Zurück nach Prypjat. Als der Brand gelöscht wurde, wurde eilig ein Sarkophag aus Stahl und Beton um den Reaktorblock gebaut um ein weiteres Austreten von Strahlung zu verhindern. Als die Katastrophe wieder unter Kontrolle war, wurde nach Antworten gesucht, wie es dazu kommen konnte. Die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl gilt bisher als der weltweit schwerste Unfall in einem Atomkraftwerk und sorgte für ein Umdenken in der Energie-Politik.
Tschernobyl Prypjat heute
37 Jahre sind seit der Katastrophe vergangen. Ohne den menschlichen Einfluss hat sich die Natur in der Zeit gewandelt. Die Blätter sind wieder grün und die Pflanzenwelt erobert immer mehr Gebiete der Stadt. Und auch die Fauna profitierte von der Pause. Artenvielfalt und Bestand haben sich an die Strahlung angepasst und beleben die Natur wieder – ganz ohne die Hilfe des Menschen. Auch die Strahlenwerte sind in der Zeit gesunken. Aber auch der Mensch war fleißig:
Der provisorische Sarkophag wurde durch einen neuen, moderneren verstärkt. Plünderer haben die Stadt nach allem möglichen von Wert durchforstet und ausgeschlachtet. Inzwischen bewachen Milizen die kontaminierte Zone und lassen bis auf Touristen und Personal niemanden sonst in die Region. Inzwischen ist Tschernobyl Prypjat heute ein Hotspot für Extremtourismus geworden. Bestärkt durch die Kurz-Serie „Chernobyl“ von HBO kam es vor allem in den letzten Jahren zu einem Anstieg an Touristen. Okay, viele dieser vor allem jüngeren Touristen sind weniger an den lehrreichen Führungen interessiert und eher für die Fotos für ihr Instagram-Influencer-Profil angereist.
Neben den Wissensdurstigen und den neuen Influencer-Touristen gibt es aber noch eine dritte Art von Touristen, die Prypjat magisch anzieht: Videospiel-Fans. Um genau zu sein, handelt es sich dabei um Fans der „STALKER“-Spielreihe. Dabei handelt es sich um eine Action-Rollenspiel-Trilogie, die zwischen 2007 und 2010 erschienen ist und in einer postapokalyptischen Version der kontaminierten Zone mit Mutanten, Artefakten und leichten Science-Fiction Elementen spielt. Zudem gibt es einige Bücher im osteuropäischen Raum, deren Handlung auf der Spielreihe aufbaut.
Diese Fans sind dabei nicht auf Fotos für ihre Social-Media-Accounts aus. Sie wollen einfach die Atmosphäre, die Stimmung, das Gefühl aufnehmen, die dieser Ort für sie ausstrahlt. Die Pfade gehen, die sie virtuell unzählige Male betreten haben und dabei in Erinnerung an die tollen Erlebnisse in der Spielreihe schwelgen. Ich bin selbst großer Fan der „STALKER“-Spielreihe und der Bücher und kann beides für die Videospieler unter den Lesern bestens empfehlen. Aber ich schweife ab…
Neuerdings gibt es neben Touristenführungen auch ein Hotel in Prypjat, welches einen längeren Aufenthalt für Touristen ermöglicht. Nächtliche Spaziergänge sind aber trotzdem nicht erlaubt.🚚 Und auch sonst ist das Hotel weniger auf Erholungs-Tourismus ausgelegt. Die Einrichtung hält sich komfortabel, die Verpflegung ist recht bescheiden und auch das Unterhaltungsprogramm bietet abgesehen von Führungen und geselligen Abenden mit dem Hotelpersonal und den Guides nicht wirklich mehr. Dementsprechend ist auch der Preis recht günstig. Je nach Anbieter kostet eine 2-Tagestour inklusive Verpflegung, Unterkunft und Co. nur 279€ pro Person.
Als Tourist in Tschernobyl Prypjat heute – Spots, die man nicht verpassen sollte
Um die Bedenken bezüglich einer Reise nach Prypjat zu beseitigen, solltet ihr wissen, dass die Hintergrundstrahlung beim Flug von München nach Kiew größer ist als ein Tagesaufenthalt in der Zone. Mit Dosimeter, Geigerzähler und einem Tourguide ausgestattet müsst ihr euch schon ziemlich ungeschickt anstellen, um eine erhöhte Strahlendosis abzubekommen. Vom Streicheln der streunenden Hunde wird aber abgeraten. Egal wie süß sie aussehen. 🚚 Damit aber der Trip nach Prypjat auch lange ein unvergesslicher bleibt, gibt es hier eine kleine Liste mit Orten, die ihr während eures Aufenthalts unbedingt sehen solltet.
Die „Duga“-Antennenanlage – Eine gewaltige und imposante Konstruktion aus Stahl, die hoch in den Himmel ragt und für die UdSSR extrem wichtig war. Trotz der Katastrophe blieb die Antennenanlage noch für zwei weitere Jahre in Betrieb. Unter Hobby-Funkern erhielt sie den Namen „Specht“, da man sie auf bestimmten Frequenzen im Funk hören konnte und dies wie ein Klopfen klang. Viele Gerüchte ranken sich um diese Anlage. Manche besagen, dass in der Anlage mit Gedanken- und Wetterkontrolle experimentiert wurde, andere behaupten, das die Anlage mehrere Stockwerke in die Tiefe geht und dort Genexperimente durchgeführt wurden. Und wiederum andere besagen, dass man das Funksignal auch heute noch empfangen kann.
Das ehemalige Kerninstitut – Es ist schon etwas ironisch, das das Kerninstitut letztendlich an dem zugrunde ging, dem das ganze überhaupt gewidmet ist: die Kernforschung. Woran hier genau geforscht wurde, wird für uns immer ein Rätsel bleiben.
Das Schwimmbad – Schwimmen kann man hier lange nicht mehr. Dafür aber daran denken, wie es hier vor der Katastrophe ausgesehen haben könnte.
Kindergärten und Schulen – Nichts ist schauriger als ein verlassener Kindergarten. Zum Zeitpunkt des Unfalls lebten in Prypjat ca 15.500 Kinder. Keines davon wird jemals wieder in sein altes Zuhause zurückkehren können. Umso beklemmender ist die stille Atmosphäre eines Ortes an dem ansonsten Kinder spielen und lachen würden.

Bei der Evakuierung der Bevölkerung mussten die Leute alles stehen und liegen lassen. Diese Puppe wird niemals wieder mit ihrem Besitzer vereint sein.
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Der ISU-152 – Das Wrack eines schweren Jagdpanzers aus dem 2. WK mag vielleicht auf den ersten Blick etwas fehl am Platz wirken. Doch seine Anwesenheit hat tatsächlich einen Zusammenhang mit der Reaktor-Katastrophe. Dieser wurde bei der Liquidation als Bulldozer verwendet, um Schutt zu entfernen und die völlig verstrahlten Fahrzeuge an einen sicheren Ort abzuschleppen, bevor er sich selbst überlassen wurde. Gerüchten zufolge steht dieser Panzer in Verbindung mit den Verschwörungstheorien um die Genexperimente der „Duga“-Antennenanlage.
Der Rummelplatz – Das Riesenrad ist ikonisch für Tschernobyl Prypjat heute und ist ein absolutes Muss. Als Symbol der Katastrophe ziert es das Panorama der Stadt als Wahrzeichen. Paris hat den Eiffelturm, New York das Empire State Building und Prypjat…Prypjat hat sein rostiges Riesenrad und Autoscooter.
Das Tschernobyl-AKW – Ob man es glaubt oder nicht, aber hier werden tatsächlich auch Führungen gemacht. Dabei kann man sich eine exakte Kopie des Kontrollterminals ansehen. Alles ist bis ins kleinste Detail so, wie es vor 37 Jahren ausgesehen hat. Man lernt dabei alles zur Katastrophe und ist dem Ground-Zero so nah, wie sonst nur wenige Außenstehende es konnten.
Das Denkmal der Helden, die die Welt gerettet haben – Kein Besuch von Tschernobyl Prypjat heute sollte ohne dieses Denkmal auskommen. Jeder Besucher sollte den gefallenen Helden, die ihr Leben zum Wohle aller geopfert haben, seine Dankbarkeit und Ehrfurcht zollen. Ich für meinen Teil würde dieses Denkmal für den Schluss aufheben, damit der Eindruck, den dieses Mahnmal hinterlässt einem möglichst Lange im Kopf bleibt und zum Nachdenken anregt.
Das Coachella Valley Music and Arts Festival, ist eines der erfolgreichsten und einflussreichsten Musikfestivals der Welt. Jedes Jahr strömen Zehntausende von Besuchern aus der ganzen Welt in die Wüste von Kalifornien, um am diesjährigen Festival teilzunehmen und eine unvergessliche Reise zu erleben. Mit einer unglaublichen Mischung aus Musik, Kunst, Mode und Streetfood ist das Coachella 2023 die perfekte Veranstaltung für jede Menge Spaß.
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Das Coachella ist eines der größten Festivals 2023.
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Für jeden Musikgeschmack hat das Coachella 2023 etwas zu bieten
Eines der Hauptmerkmale des Coachella Festivals ist natürlich die Musik. Das Line-up besteht aus einigen der größten Namen der Musikindustrie, darunter auch viele aufstrebende Künstler. Es gibt verschiedene Bühnen, auf denen ihr die unterschiedlichsten Musikgenres hören könnt – von Pop, Hip-Hop und Rock bis hin zu elektronischer Musik. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Einige der Top-Acts, auf die ihr euch dieses Festival 2023 freuen könnt, sind unter anderem Frank Ocean, Kali Uchis, Bad Bunny und Black Pink. Neben den Bands und Sängern gibt es auf dem Coachella Festival auch eine beeindruckende Kunstausstellung. Die Kunstwerke sind über das gesamte Festivalgelände verteilt und reichen von riesigen Installationen bis hin zu interaktiven Skulpturen. Wenn ihr eine Pause von der Musik braucht, ist die Sammlung an Kunst der perfekte Ort, um neue Energie zu tanken und euch von der Kreativität und Schönheit der Kunstwerke inspirieren zu lassen.
Neben der Musik auf dem Coachella 2023, findet man auch viele modische Highlights
Das Coachella Festival ist auch ein Ort, an dem sich die Mode von ihrer besten Seite zeigt. Viele Besucher nutzen das Festival als Gelegenheit, um ihre neuesten Outfits und Trends zu präsentieren. Hier gibt es wirklich alles zu sehen – von Boho-Styles bis hin zu Festival-Klassikern wie Blumenkränzen und Leinenhosen. Wenn ihr noch auf der Suche nach dem perfekten Outfit seid, werdet ihr hier sicherlich fündig. Auf dem Coachella Festival tummeln sich auch viele Influencer, die als Fashion-Insperation dienen können. Neben all den Mode-Attraktionen macht aus die Atmosphäre das Event zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die Menschenmenge ist bunt gemischt und ihr werdet Menschen aus allen Teilen der Welt treffen. Nehmt euch Zeit, um mit anderen Festivalbesuchern zu sprechen und neue Freundschaften zu schließen.
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Das Coachella 2023 logt über zehntausend Besucher an.
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Hier sind noch ein paar Tipps und Tricks, um das Beste aus eurem Coachella 2023 Erlebnis herauszuholen:
- Teilt eure Zeit gut ein: Das Coachella Festival geht über zwei Wochenenden, also stellt sicher, dass ihr wisst, an welchem Wochenende die Künstler auftreten, die ihr sehen möchtet. Außerdem solltet ihr sicherstellen, dass ihr genügend Zeit habt, um euch alle Kunstinstallationen und Aktivitäten anzuschauen, die euch interessieren.
- Trinkt viel Wasser: Die Wüstensonne kann sehr heiß sein, deshalb solltet ihr immer genügend Wasser dabei haben und regelmäßig trinken, um euren Körper hydratisiert zu halten. Es gibt überall auf dem Festivalgelände Wasserstationen, an denen ihr eure Wasserflaschen auffüllen könnt.
- Plant eure Mahlzeiten im Voraus: Auf dem Coachella Festival gibt es eine riesige Auswahl an Essensständen und Trucks, die alles von traditionellen Festivalgerichten bis hin zu veganen und vegetarischen Optionen anbieten. Um jedoch lange Wartezeiten und hohe Preise zu vermeiden, plant eure Mahlzeiten im Voraus und sucht nach den besten Angeboten.
- Bleibt in Verbindung: Es gibt auf dem Festivalgelände nicht immer eine zuverlässige Mobilfunkabdeckung, deshalb solltet ihr sicherstellen, dass ihr immer einen Plan habt, um euch mit euren Freunden zu treffen. Es ist auch eine gute Idee, einen festen Treffpunkt zu vereinbaren, falls ihr euch aus den Augen verlieren solltet.
- Bringt das Nötigste mit: Denkt daran, dass ihr den ganzen Tag auf den Beinen sein werdet, also solltet ihr bequeme Schuhe tragen und eine Sonnenbrille sowie Sonnencreme mitbringen. Außerdem solltet ihr einen Rucksack oder eine Tasche dabei haben, um eure persönlichen Gegenstände wie Geld, Wasserflaschen und Handys sicher zu verstauen.
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Eintrittspreise für das Coachella 2023 haben einen neuen Rekord erreicht.
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Insgesamt lässt sich sagen, dass das Coachella Festival eines der besten Musikereignisse des Jahres ist, das ihr mit vielen anderen Musikfans aus der ganzen Welt teilen könnt. Von den energiegeladenen Auftritten der Headliner bis hin zu den einzigartigen Kunstinstallationen und kulinarischen Köstlichkeiten gab es so viel zu sehen, hören und genießen.
Ich war mal wieder unterwegs! Eingeladen von meiner Schwester und ihrer Familie als Weihnachtsgeschenk, haben sie natürlich meine Affinität für Japan schamlos ausgenutzt und mit zu einer Tour ins japanische Viertel in Düsseldorf eingeladen. Macht euch also gefasst auf das große Abenteuer in Little Japan.
Habt ihr auch so Heißhunger auf die Japanische Küche? Dann spart doch mal bei Reishunger vorbei!

Ganz so imposant, wie das echte Tokyo ist es zwar nicht, dafür jedoch aber schonender für den Geldbeutel.
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Ein kleines bisschen Vorgeschichte über das japanische Viertel
Das japanische Viertel im Zentrum Düsseldorfs zählt zu der größten asiatischen Gemeinschaft in ganz Deutschland und liegt zwischen dem Bahnhof und der Königsallee. Sogar für diejenigen, die nicht unser Alphabet beherrschen, ist unmittelbar offensichtlich, dass sie sich in little Tokyo befinden, da die Straßennamen zusätzlich auf Japanisch angegeben werden. Zudem haben viele japanische Unternehmen ihren Sitz in Düsseldorf. „Entstanden“ ist das japanische Viertel ca. 1950 als viele japanische Unternehmen hierherzogen, um besonders Stahlprodukte und technisches Knowhow nach Japan exportieren und japanische Produkte auf dem europäischen Markt vertreiben zu können.
Für diese japanische Community hat die Stadt Düsseldorf natürlich so einiges getan. So gibt es japanische Schulen und Kindergärten, die japanische Industrie- und Handelskammer, ein japanisches Generalkonsulat, sowie zahlreiche Kulturinstitutionen und Vereine, um unseren Freunden aus dem Fernen Osten ein kleines bisschen Heimat zu geben.

So schön ist Japan.
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Das bietet das Viertel für den Touristen
Natürlich gibt es auch was für den Touristen! So gibt es einen Japanischen Garten, etwas am Rande Düsseldorfs, sowie das EKO-Haus! Das ist ein Gebäude, dass dem Baustil eines buddhistischen Tempels nachempfunden wurde und damit was ganz Einzigartiges in der langweiligen Architekturwüste Deutschlands darstellt. Hier werden einem nicht nur die japanische Kultur durch Führungen näher gebracht, sondern auch kulturelle Feste gefeiert, an denen natürlich jeder teilnehmen kann! Zudem gibt es für den Pflanzenfan auch noch ein Bonsai Museum!
Für die Fans von Anime, Manga und Co, findet jedes Jahr die Dokomi statt: die Anime- und Japan-Convention.
Wo wir schon bei Literatur sind… das japanische Viertel bietet einige Buchhandlungen, wo ihr Bücher und andere Literatur auf Japanisch oder ins Deutsche übersetzt erwerben könnt.

Byebye, Düsseldorf! In ein paar Jahren sehen wir uns wieder im Nightlife.
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Itadakimasu! = Mahlzeit!
Selbstverständlich gibt es auch überall was für den Magen! Von Yakiniku Restaurants, die für ihre BBQs bekannt sind, bis hin zu Sushi- und Ramenrestaurants ist alles dabei. Sogar Supermärkte in denen ihr nicht nur Nippon-(So wird Japan auch von den Einheimischen genannt)-Nippes, sondern auch Zutaten und Snacks kaufen könnt! Ich persönlich empfehle die Baumkuchen und Mochi! Nach all dem Essen gibt es natürlich etwas zum Trinken zum Verdauen. Deswegen geht es ab zu den Karaoke-Bars, bei denen ihr ganz nach Herzenslust allein unter Freunden in einem separaten Raum singen könnt, ohne euch vor Fremden blamieren zu müssen.
Das war es dann auch schon von mir. Wäre ja schließlich gemein von mir, euch alles zu nennen, was little Tokyo zu bieten hat, ohne es selbst zu erkunden. In diesem Sinne: Bis zum nächsten Mal und Tschüsseldorf!
Dieses Jahr sind wir hoffentlich das letzte mal gezwungen, unseren Sommerurlaub auf die derzeitige Situation mit Pandemie abzustimmen. Viele Grenzen für Urlaubsländer wurden zwar bereits wieder geöffnet, jedoch ist die Mehrheit der Bevölkerung sehr unsicher, was das Reisen betrifft. Und das zurecht, denn die Gefahr und die Angst einer Ansteckung bleibt weiterhin. Wir von Rabatt-Coupon haben uns Gedanken gemacht und uns gefragt, wie man trotzdem einen schönen Urlaub mit der Familie verbringen kann.
Ein Ferienhaus mieten ist die Antwort! In einem Ferienhaus könnt ihr euch voll und ganz abschotten, habt einen Tapetenwechsel und könnt die schöne Urlaubsluft eines fremden Landes einatmen. Wir stellen euch heute die coolsten Ferienhaus Varianten vor und hoffen, ihr könnt euch dadurch für euren Urlaub inspirieren lassen!
Ferienhaus mieten für die kleine Reisekasse
Ferienhaus mieten gleich teuer? Nein, das stimmt so nicht. Ferienhäuser können oftmals für denselben Preis gebucht werden, wie ein Hotel ohne all-inclusive Verpflegung. Denn, wer hätte es gedacht, all-inclusive habt ihr leider nicht, wenn ihr Ferienhaus mieten wollt. Das müsst ihr bei der Kalkulation eures Urlaubes mit einberechnen. Plant lieber etwas mehr für die Verpflegung ein, als zu wenig. Denn das kann euch bei falscher Kalkulation teuer zu stehen kommen.
Als Familie wisst ihr, was ihr in einer Woche etwa an Geld für eure Verpflegung benötigt. Darauf müsst noch etwas dazurechnen, denn im Urlaub neigt man oft dazu, mehr auszugeben als sonst. Ganz klar, bei all den wundervollen exotischen Lebensmitteln geht das sehr schnell. Nun müsst ihr nur noch euer perfektes Ferienhaus finden, das zu eurem Geldbeutel und euren Bedürfnissen passt. Dann kann es schon losgehen, und ihr könnt euer Ferienhaus mieten!
Es müssen nicht immer gleich Häuser sein
Wem ein Ferienhaus mieten doch zu teuer ist, dem haben wir eine Alternative parat. Wenn wir vom Ferienhaus mieten sprechen, müssen wir doch nicht immer gleich groß denken. Wie wäre es mit einer Ferienwohnung stattdessen? Eine schöne, zentrumsnahe Wohnung kann eine tolle Alternative zu einem Haus sein. Stellt euch einmal vor, der Weg zum Strand, zu den schönsten Geschäften oder den wundervollsten Restaurants ist nur wenige Fußschritte von eurer Wohnung entfernt. Ein Traum!
Vor allem für Pärchen oder kleine Familien. Denn sehr viel Platz braucht ihr dann nicht. Abgesehen von der Tatsache, dass sich die Zeit, die ihr in diesem Apartment verbringen werdet, ohnehin auf ein Minimum beschränken wird. Denn wer sich für eine Wohnung im Stadtzentrum entscheidet, tut das, um sich die Stadt auch anzusehen, und sich von ihren Sehenswürdigkeiten und Freizeitaktivitäten beeindrucken zu lassen.

Die Ferienwohnung ist eine tolle Alternative zum klassischen Hotel – mit mehr Privatsphäre und Selbstbestimmung.
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Haustausch im Gegensatz zum Ferienhaus mieten?
Jetzt mal ein Tipp der eurer Reisekasse garantiert auch einmal eine Auszeit gönnen lässt. Habt ihr schon einmal etwas von Haustausch gehört? Haustausch ist eine tolle Alternative zum Ferienhaus mieten. Beim Haustausch geht es um das Tauschen eurer Wohnung oder eures Hauses gegen das von jemand anderem. Das heißt, ihr wohnt dann für eine bestimmte Zeit in dem Haus einer fremden Familie, und diese fremde Familie wohnt im Gegenzug dafür in eurem Haus. Natürlich muss die Vertrauensbereitschaft für dieses Unterfangen sehr hoch sein.
Aber über die entsprechenden Haustausch Portalen könnt ihr selbstverständlich Kontakt zu der anderen Familie aufbauen und euch gegenseitig kennenlernen. So ist die Hemmschwelle eventuell etwas niedriger. Gegen die Bezahlung eines kleinen Mitgliedsbeitrags könnt ihr bereits in euer Experiment starten. Ihr taucht dann für die Zeit eures Aufenthalts in das Leben einer anderen Familie, könnt deren Nachbarn und deren Umgebung kennenlernen. Klingt doch ziemlich spannend oder?

Tolle, entspannende Ausblicke sind nur ein Grund für einen erholsamen Urlaub.
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Unser Fazit: Einen Urlaub muss man keineswegs in einem Hotel verbringen. All die genannten Alternativen zeigen euch, wie ihr auf günstige Art und Weise einen sicheren Urlaub verbringen könnt. Mit Sicherheit gibt es noch sehr viele andere Möglichkeiten, die wir gar nicht alle aufzählen konnten. Wir hoffen, unser Artikel konnte euch etwas für euren Sommerurlaub inspirieren. Wir wünschen euch eine gute Zeit!
Die Straße: ein faszinierender Lebensraum mit einer riesigen Artenvielfalt. Neben diversen Kreuzungen und Variationen gibt es einige Spezies des Typs Autofahrer. Ich habe mich auf die Straße begeben und das Verhalten im Straßenverkehr dieser Lebensformen studiert und die interessantesten in diesem Werk zusammengefasst. Willkommen im Reich der Stahlkutschen.
PS: Heute lassen wir mal ein bisschen die politische Korrektheit beiseite und ergötzen uns an den zahlreichen Stereotypen, die wir so im Straßenverkehr haben.
Verhalten im Straßenverkehr – Wie entsteht so ein Vorurteil?
Mal im Ernst: Ich behaupte, dass viele von euch die gleichen Stereotypen teilen und sogar als Fakt und nicht als Klischee ansehen. Doch wie kommt das? Manch einer würde sagen, dass diese durch persönliche Erfahrungen entstanden sind, sprich „die meisten Schleicher, die mir begegnet sind, waren alte Omas.“ Das mag vielleicht sein, aber aus wissenschaftlicher Sicht reichen 20-30 lahme Omas nicht aus, um eine ganze demografische Gruppe als Schleicher abzustempeln. Schließlich reden wir hier von über 6 Millionen Frauen in Deutschland, die älter als 65 sind.
Neee. Diese kleine Handvoll Begegnungen alleine machen noch nicht zwingend einen Stereotypen. Ich für meinen Teil erinnere mich immer an die Autofahrten mit meinem Vater, welcher sehr gerne bei jeder Gelegenheit die Stereotypen auspacken muss. Er muss es ja als Berufskraftwagenfahrer am besten wissen. (Bei ihm habe ich beim gemeinsamen Autofahren meine ersten Schimpfwörter gelernt, nicht zur Freude meiner Mutter.)
Wenn es etwas gibt, dass ich so aus meinen zwei Schuljahren Pädagogik-Psychologie gelernt habe, dann dass die eigenen Denkweisen durch eigene Erfahrungen und äußere Umwelteinflüsse entstehen, wie z.b. das was einem die Eltern beigebracht haben. Ich vermute daher, dass sich diese Stereotypen eher über Generationen hinweg gebildet haben und durch die paar Erfahrungen einfach nur festigen. Aber genug von Laien-Psychologie! Belustigen wir uns lieber an den ganzen Stereotypen, die wir so kennen.

Na? Was glaubt ihr wer hier fährt und was für ein Verhalten im Straßenverkehr gezeigt wird?
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Die Schleicher
Ihr natürlicher Lebensraum ist die Autobahn. Für gewöhnlich handelt es sich bei den meisten Schleichern um ältere Bürger, meistens weiblichen Geschlechts. Ihr Verhalten im Straßenverkehr äußert sich meist darin, dass sie gerne außergewöhnlich langsam fahren. Häufig sind sie auf der Mittelspur anzutreffen egal, ob die rechte Spur frei ist, wodurch man gezwungen ist sie entweder von rechts zu überholen oder von der rechten auf die linke Spur wechseln zu müssen. In seltenen Fällen kann man auch Schleicher auf der rechten Spur antreffen, wo sie dann gerne von LKWs überholt werden.
Die Drängler
Auch bekannt als Raser sind diese Geschöpfe ebenfalls auf der Autobahn anzutreffen. Häufig in einem BMW, Audi oder Mercedes mit Präferenz auf Sportwagen unterwegs, halten sich diese Fahrer gerne auf der linken Spur auf. Wie der Name schon andeutet, fahren diese Kreaturen einem sehr dicht auf und machen mit Lichthupe auf sich aufmerksam. Dabei spielt es keine Rolle, ob gerade Tempolimit 120 begonnen hat, sich vor dem zu überholenden weitere Verkehrsteilnehmer befinden, oder gar ein Stau beginnt. Hauptsache der Vordermann wird überholt.
Es bleibt ein Rätsel, ob Drängler es einfach nur eilig haben oder sie extrem ungeduldig sind.
Die Auto-Tuner
Diese Subspezies der Drängler lässt sich häufig in Städten und Dörfern antreffen. Auto-Tuner sind eher nachtaktive Lebewesen, welche zwischen 20 und 35 Jahre alt und männlich sind. Tagsüber Einzelgänger, sammeln sich diese Kreaturen in der Nacht an den örtlichen Nahrungsquellen (auch bekannt als Drive-Ins und Tankstellen) in Herden und signalisieren mit lauten Motorengeräuschen ihre Paarungsbereitschaft. Hier gilt: Je lauter der Auspuff oder Motor, umso besser lassen sich die Weibchen imponieren. Die Herdenbildung wird auch „Tuning-Treff“ oder „Ruhestörung“ genannt.
Tagsüber markiert der Auto-Tuner mit lauter Musik in Kombination mit dem Auspufflärm sein Revier, ansonsten drängelt und rast er was die PS hergeben nur um dann an der nächsten Ampel wieder warten zu dürfen. Seine natürlichen Feinde sind Blitzer, die Polizei und der TÜV-Prüfer.
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Die Straßenpanzerfahrer
Häufig in urbanen Gebieten anzutreffen bewegen sich die Straßenpanzerfahrer mittels SUV fort. Hierbei handelt es sich meist um Mütter mit Kind oder Männer, die was Kompensieren müssen. Da der SUV in der Nahrungskette weit oben steht, muss der Straßenpanzerfahrer kaum Verletzungen fürchten und verzichtet deshalb gerne auf Blinker setzen oder vor dem Abbiegen auf Radfahrer zu achten. Hauptsache das Kind kommt sicher an der Schule an.
Trotz seiner Größe, der enormen Umweltbelastung und des hohen Spritverbrauchs ist der SUV nur bedingt geländetauglich und einige Straßenpanzerfahrer tun sich schwer mit diesem Gefährt einzuparken oder zu manövrieren. Man vermutet, dass Straßenpanzerfahrer aufgrund ihrer Unfähigkeit zu blinken entfernte Verwandte der BMW Fahrer sind.
Die Tempomat-Profis
Eine etwas seltenere Spezies auf den deutschen Straßen, welche oft mit den Dränglern und den Schleichern verwechselt wird. Ihr Verhalten im Straßenverkehr äußert sich darin, dass sie sich gerne einen Tempomaten auf 70 km/h auf der Landstraße einstellen und dieses Tempo dauerhaft auch Innerorts beibehalten. Aufgrund dessen kann man einen Tempomat-Profi erst bei längerem Beobachten identifizieren. Seine natürlichen Feinde sind Blitzer und die eingebaute Technik im Fahrzeug.
Die LKW-Fahrer
Diese großen, imposanten Geschöpfe sind vor allem auf den Autobahnen und Hauptverkehrsstraßen heimisch. Man unterscheidet hier zwischen Nist-Lastern (auch als Nahverkehr bezeichnet), welche in einem Gebiet rund um ihr Nest (auch bekannt als Spedition oder Firma) fahren und den Zug-Lastern (auch Fernfahrer genannt), welche keinen festen Lebensraum haben. Die meisten Zug-Laster kommen aus Osteuropa oder dem Baltikum. Diese sanften Riesen kann man besonders an Sonn- und Feiertagen an ihren Nahrungsquellen (= Tankstellen und Rastplätze) beim Ruhen beobachten.
Aber auch werktags trifft man vereinzelte LKW-Fahrer beim Dösen in der Sonne an diesen Orten. Aufgrund ihrer schieren Größe und Masse müssen sie keine Lebensfeinde fürchten und stehen an der Spitze der Nahrungskette. Die einzigen Gefahren für einen LKW-Fahrer sind niedrige Brücken und enge Kurven.
Ist ein LKW-Fahrer in Eile, so kann man bei ihm ein ganz besonderes Verhalten im Straßenverkehr beobachten, in dem der LKW-Fahrer einen anderen in einem Kräftemessen versucht zu überholen. Dieses Phänomen wird auch Elefantenrennen genannt und kann sich über mehrere Kilometer hinweg ziehen. Die Jungtiere werden Sprinter genannt.

Ein LKW legt in seinem ganzen Leben eine Distanz zurück, die mehrmals um die ganze Welt reichen würde.
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Schlusswort
Selbstverständlich gibt es noch viele weitere Spezies auf den Straßen, doch um die zu erfassen, fehlte mir leider die Zeit und das Budget, weshalb ich mich auf die Überregionalen konzentriert habe, die in ganz Deutschland anzutreffen sind. Selbstverständlich steht es euch jederzeit frei selbst das Verhalten im Straßenverkehr zu beobachten und eure Stereotypen Beispiele in den Kommentaren mit uns zu teilen. Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Lesen und wünsche euch noch einen schönen Tag.















