Gesundheit
Zucker – Das Genussmittel schlechthin. Für viele ist eine Ernährung ohne Zucker unerlässlich. Die durchschnittliche Jahresversorgung mit Zucker lag in Deutschland im Wirtschaftsjahr 2024/25 bei 33,2 Kilogramm pro Person.
Zucker ist jedoch nicht das gesündeste Lebensmittel, wie ihr bestimmt schon wisst. Manche versuchen auf diesen sogar komplett zu verzichten. Doch oft ist Zucker ein wichtiger Energielieferant, vor allem für unser Gehirn.
Die Tatsache, dass Zucker in vielen Lebensmitteln enthalten ist, ist ein Problem eines zu hohen Konsums. Oft erkennt man versteckte Zuckerfallen nicht in der Zutatenliste, sondern muss eine größere Recherche anstellen, um auf den wahren Zuckergehalt zu kommen.

Süßigkeiten in Gläsern verdeutlichen, wie attraktiv Zucker präsentiert wird und warum ein bewusster Umgang mit Süßem wichtig ist. Quelle: Canva
Deshalb hört man auch öfters über eine Zuckersteuer Debatte. Was ist das und wie drastisch wirkt sich der Zucker auf unsere Gesundheit aus? Wir nehmen euch mit und erklären euch alles.
Die Vorgeschichte
Wenn die Menschen früher etwas Süßes wollten, dann aßen sie süße Früchte – die enthaltene Süße der sogenannte Fruchtzucker oder auch die Fructose genannt waren die einzigen Zuckerquellen. Sie ist eine natürlich vorkommende Art des Zuckers. Sie ist in den meisten Früchten aber auch in Gemüse oder Honig enthalten.
Um Speisen zu versüßen, gab und gibt es Honig. Honig war damals unglaublich teuer. Normaler Zucker so wie wir ihn heute kennen, war ein kostbares Genussmittel und nur der Elite vorbehalten. Erst durch die Entdeckung und Herstellung von Zucker durch Zuckerrüben entstand zum ersten Mal eine Zuckersteuer Debatte.

Brauner Zucker steht für Süße im Alltag und zeigt, warum Zucker trotz Genussfaktor bewusst verwendet werden sollte. Quelle: Canva
Der heutzutage industriell hergestellte Zucker ist billig, da die sogenannte Saccharose oder auch Rübenzucker genannt, aus der Zuckerrübe gewonnen wird. Sie unterscheidet sich wenig vom Fruchtzucker, denn beide zählen zum raffinierten Zucker.
Der Anbau an Zuckerrüben stieg vor allem in Europa an, denn diese wachsen auch vermehrt im kälteren Europa. Dazu ist sie in der Produktion einfach in Zucker umzuwandeln. Außerdem kann aus einer einzelnen Zuckerrübe viel Zucker gewonnen werden. Somit ist das Zuckerprodukt auch billiger zu verkaufen. Seitdem nehmen die Menschen viel mehr Süßes zu sich als zuvor.
Wie wirkt sich Zucker auf die Gesundheit aus?
Zucker ist schädlich. Dieser Leitgedanke dürfte sich wohl bei vielen von euch eingeprägt haben. Doch ist er wirklich so schädlich wie behauptet? Die Lust auf Süßes ist angeboren.
Im Laufe der Entwicklung habt ihr gelernt, dass dieses Lebensmittel eigentlich ungiftig ist und Energie liefern kann – auch das brauchen wir: Allein das Gehirn braucht 20 % Energie in Form von Traubenzucker.
Im Prinzip ist Zucker unschädlich, aber zu viel kann ständig Heißhunger auslösen – denn der Zucker in Form von Saccharose wie in Süßigkeiten gelingt zügig ins Blut. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel schnell an und sinkt aber ebenso schnell wieder.
Die Folge daraus ist, das man das Verlangen hat mehr davon zu verzehren. Zusätzlich aktiviert das Gehirn den Zucker als Belohnungssystem: Der Botenstoff Dopamin wird freigesetzt und löst bei euch das Wohlbefinden aus.
Der Effekt von Zucker bei Kindern
Vor allem ist die Auswirkung von Zucker bei Kindern zu beobachten. Zur Belohnung ein Zuckerbonbon? Meist ist es der Fall das es nicht nur bei einem Bonbon bleibt. Als Folge entsteht meist auch eine emotionale Bindung, die sich auf das spätere Leben auswirkt. Der Griff zu etwas Süßem fällt dann automatisch leichter, um sich gut zu fühlen.
Übergewicht und sogar Adipositas sind nur der sichtbare Teil der schädlichen Auswirkungen von Zucker bei Kindern. Übermäßiger Zuckerkonsum kann darüber hinaus eine Reihe von Krankheiten, die aufgrund vom häufigem Verzehr von Zucker entstehen, auslösen – Diabetes, Zahnerkrankungen, chronische Darmentzündungen, Depressionen, Sodbrennen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Schlafstörungen und allgemeine Konzentrationsschwäche.

Bunte Süßigkeiten zeigen, wie vielfältig Zucker im Alltag vorkommt und warum bewusster Konsum wichtig bleibt. Quelle: Canva
Deshalb sollten Süßwaren, Limonaden und Knabberartikel für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren nicht mehr als etwa zehn Prozent des täglichen Energiebedarfes betragen.
Zum Beispiel: Für ein vier- bis sechsjähriges Kind liefert eine Kugel Eiscreme und zwei Butterkekse bereits zehn Prozent des täglichen Energiebedarfs an Zucker.
Zuckersteuer Debatte – überflüssig oder notwendig?
Seit der Entdeckung der Zuckerrübe, die es ermöglichte Zucker in großen Mengen für jeden erhältlich zu machen, war ein Grund zur Besteuerung von Zucker geboren. Und ab der Erfindung des Würfelzuckers wurde in 1841 das Zuckersteuergesetz in Preußen erlassen.
Doch zum 1. Januar 1993 wurde die Zuckersteuer in Deutschland aufgrund von Wettbewerbsverzerrungen aufgehoben. In einigen Ländern besteht von der Regierung heraus immer noch eine Zuckersteuerpflicht.
Weshalb fragt ihr euch? Ganz einfach! Durch die überschüssigen Kohlenhydrate durch raffinierten Zucker die zu gesundheitlichen Risiken, wie zu Adipositas führen will man verhindern.
Nun stellt sich die Frage, ob eine Zuckersteuer Debatte diese überflüssig oder notwendig ist. Viele Meinungen von Experten und Expertinnen gehen auseinander. Die WHO rät den Regierungen, zuckerhaltige Getränke mit einer Sondersteuer von mindestens 20 Prozent zu belegen. Die Abgabe könne zu einem ersichtlichen Rückgang des Zuckerkonsums führen.
Beispielsweise wurde in Mexiko die Zuckersteuer 2014 landesweit eingeführt und man verzeichnete einen Rückgang um 17 Prozent bei Konsumenten mit einem niedrigen Einkommen.

Süßigkeiten in Gläsern verdeutlichen, wie attraktiv Zucker präsentiert wird und warum ein bewusster Umgang mit Süßem wichtig ist Quelle: Canva
Auf der anderen Seite meint man das eine bereits bestehende Fettleibigkeit ein kompliziertes Phänomen ist, welches nicht einfach wegbesteuert werden kann. Wer Fettleibigkeit, eine unausgewogene Ernährung und eine ungesunde Lebensweise wirklich bekämpfen will, braucht mehr als nur eine Bevormundung der Bürger. Als Gegenvorschlag empfiehlt man den Zuckergehalt von Erfrischungsgetränken um 10 % zu senken, statt eine Zuckersteuer einzuführen.
Krankenkassen-Fachleute und selbsternannte Organisationen werben zudem mit Slogans wie „Zucker macht Krank“ oder „Zuckersteuer statt Zuckerstreuer“ und bewirken damit Menschen vom übermäßigen Zuckerkonsum abzuhalten. Auch Prominente wie der Fußballstar Cristiano Ronaldo wirkte mit seiner Bekanntheit auf Fans und Bewunderer.
Er ließ die Aktie des Softdrink Konzerns Coca-Cola innerhalb kürzester Zeit sinken. Auf Portugiesisch forderte er vor laufender Kamera: „Trinkt Wasser!“ Danach schwenkte er eine Wasserflasche und ersetzte die Cola Flaschen für den Rest des Interviews mit ebendiesem Wasser, wobei er mit sichtbarer Verachtung „Coca-Cola“ murmelte.
Fazit
Ein bewusster Umgang mit der Ernährung ist wichtig. Langzeit Schäden unserer Gesundheit sind schwer wieder zu heilen. Obwohl ihr auf eine Zuckerzufuhr wie aus Softdrinks verzichten könntet, müsst ihr das natürlich nicht komplett tun. Wichtig ist alles in seinem Maße zu genießen und sich eine gewisse Selbstkontrolle anzueignen.
Die Weltbevölkerung nimmt zu, die Umweltprobleme nehmen ebenfalls zu. Und die Ernährung ist gerade dabei, sich grundlegend zu verändern. Gesunde Ernährung wird immer wichtiger, manche führen sogar ein Ernährungstagebuch.
Woher kommt der aktuelle Hype um Ernährung? Und wie wird Ernährung in Zukunft aussehen? Die Leute stellen sich wieder selbst in die Küche und beschäftigen sich mit den Lebensmitteln, statt die freundliche Fastfoodkette von nebenan zu besuchen.

Auch wenn Insekten nicht gerade appetitlich aussehen, sollen sie knusprig und nussig schmecken. Deshalb sollte das Auge hier ausnahmsweise einmal nicht mitessen. Bildquelle: Canva
Gesunde Ernährung heute
Warum ernähren sich so viele gesund? Oder sind es am Ende garnicht mehr, sondern nur mehr die darüber reden und dadurch andere dazu bringen, es ihnen gleich zu tun?
Klar ist, dass Social Media mehr als je zuvor dazu verleitet, sein Leben mit anderen zu teilen und es vor allem als eines darzustellen: Erfolgreich. Wer zeigt schon die schlechten Momente seines Lebens auf Instagram. Auf Instagram ist jedes Profil voll von lachenden Menschen, die Sport machen und sich gesund ernähren.
Der Vergleich mit anderen treibt uns als Menschen schon immer an. Wir wollen im Wettbewerb, besser sein als andere – oder zumindest nicht schlechter.
Und daher machen immer mehr mit bei Fitness und Ernährung und zeigen es auf Social Media: „Seht her, ich esse gerade ein gesundes Porridge und danach gönne ich mir noch einen Salat mit Putenstreifen“. Pamela Reif lässt grüßen. Ihr Kochbuch verkauft sich gut.
Und so hat die Digitalisierung mit Sicherheit ihren Beitrag zum aktuellen Fitness- und Ernährungshype getan. Durch die so entstandene Vergleichbarkeit wird jeder animiert.
Und die Ernährung wird sich weiter drastisch ändern. Die Faktoren, die hier eine Rolle spielen, kommen jetzt.

Instagram, Facebook, Influencer und Co. tragen ihren Teil dazu bei, dass mehr Menschen über ihre Ernährung nachdenken und sich gesünder ernähren. Bildquelle: Canva
Die Wirkung der Digitalisierung auf die Ernährung
Einen großen Faktor haben wir mit den sozialen Medien bereits diskutiert. Das digitale Ernährungsbuch ist allgegenwärtig.
Wenn man weiter denkt, was in Zukunft durch die Digitalisierung hinzukommt, kommt man schnell auf Drohnenlieferung, personalisierte Ernährungspläne, Online-Ernährungsratgeber und ähnliches.
Fastfood wird möglicherweise noch bequemer – bestellen und ein paar Minuten später kommt es per Auslieferungsdrohne. Das Einkaufen findet nach Handy-Ernährunsplan statt, dabei wäre theoretisch auch eine direkte Bestellung in der selben App möglich.
Essen wird gleichzeitig bequemer und individueller. Auf den jeweiligen Körpertyp abgestimmte Ernährung, Abnehmen als Online Dienstleistung gibt es bereits.
Es wird mit Sicherheit auch eine „Gegenbewegung“ geben, da Essen kochen auch Spaß macht. Vor allem bei einem gemütlichen Abend mit Freunden will man nicht das, was einem eine App vorsetzt. Für mich ist klar: das Kochen wird keinesfalls komplett ersetzt, höchstens ergänzt.
Doch die interessantere Frage als das „Wie werden wir Essen kaufen?“ ist aus meiner Sicht „Was werden wir essen?“. Und dazu kommen wir jetzt.

Digitales Bestellen und individuelle Ernährungspläne hin oder her: Kochen macht Spaß, und wer dabei auf Veggie-Produkte setzt, tut gleichzeitig auch etwas für die Umwelt. Bildquelle: Canva
Was heißt gesunde Ernährung in 50 Jahren? Eine Prognose.
Der Trend geht auch zum Vegetarier oder sogar Veganer – vor allem junge Frauen verzichten immer häufiger auf Fleisch und tierische Produkte.
Beim Fleisch steckt oft der Grund des Tierleids und/oder der CO2-Emission der Massentierhaltung dahinter. Deshalb versuchen immer mehr Hersteller, pflanzliche „Fleischprodukte“ herzustellen. Die veganen Alternativen heißen Tofu, Seitan und Co. Auch Eiklar (allerdings nicht vegan, nur vegetarisch) wird in vielen Fleischalternativen eingesetzt.
Und die Produkte sind erfolgreich, schon öfter haben mir Freunde begeistert berichtet. Auch ich muss zugeben, dass einige davon nicht schlecht schmecken – aber eben nicht wirklich wie Fleisch.
Einige Wissenschaftler heben den Fleischersatz gerade auf ein neues Niveau: Im Labor gezüchtetes Fleisch, völlig ohne Tierhaltung oder Schlachtung. Genau genommen ist es deshalb auch kein Fleischersatz, sondern richtiges Fleisch. Der erste aus Zellkulturen gezüchtete Burger kostete allerdings noch 250.000€.
Die Preise sinken allerdings deutlich und werden auch weiterhin sinken, so dass es eine echte Alternative werden könnte – auf jeden Fall aber ein spannendes Thema.
Ein weiteres Thema ist das, was viele höchstens im Dschungelcamp essen würden: Insekten. Die Insektenhaltung ist einfacher als die Massentierhaltung konventioneller Nutztiere – und umweltfreundlicher.
Insekten sind gesund und gute Eiweißlieferanten und erste Produkte gibt es schon im Laden, man denke nur an den Insektenburger. Auch Heuschrecken sind beliebter geworden und für manche aktuell schon eine Alternative.

Auch wenn es zunächst ungewöhnlich klingt, könnten Heuschrecken und andere Insekten in Zukunft eine echte Alternative für eine gesunde und bewusste Ernährung sein. Bildquelle: Canva
Fazit – gesunde Ernährung in Zukunft
Aufgrund von Social Media, neuer Erkenntnisse in der Ernährungswissenschaft, der zunehmenden Digitalisierung und neuer Möglichkeiten, wie im Labor erzeugte Burger. Die ökologischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und die wachsende Weltbevölkerung werden zur Anpassung der Ernährung beitragen und langfristig auch dazu zwingen.
Auf jeden Fall ein wichtiges Zukunftsthema, denn schließlich ist die Ernährung ein zentraler Baustein des Lebens. Es wird spannend werden, die Entwicklungen in diesem Bereich mitzuverfolgen.
Fasten ist keine neue Erscheinung, sondern eine Praxis mit jahrtausendealter Geschichte. Weltweit fasten jedes Jahr Milliarden Menschen – sei es im Rahmen der christlichen Fastenzeit vor Ostern oder während des islamischen Ramadan, der für rund 1,9 Milliarden Musliminnen und Muslime eine zentrale religiöse Bedeutung hat. Während des Ramadan wird von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken verzichtet. Das Fasten endet mit dem Fest des Fastenbrechens, dem Eid al-Fitr (Zuckerfest), zu dem man sich traditionell mit „Eid Mubarak“ ein gesegnetes Fest wünscht. Auch im Christentum hat die 40-tägige Fastenzeit eine lange Tradition, wobei heute oft auf bestimmte Lebensmittel oder Gewohnheiten verzichtet wird, anstatt vollständig zu fasten.
Im Jahr 2026 ist Fasten jedoch längst nicht mehr ausschließlich religiös motiviert. Viele Menschen nutzen es als bewusst gewählte Pause für Körper und Geist. Begriffe wie Autophagie, Insulinsensitivität oder metabolische Flexibilität sind inzwischen auch außerhalb wissenschaftlicher Kreise bekannt. Fasten wird heute als Werkzeug verstanden, um Essgewohnheiten zu reflektieren, Stoffwechselprozesse zu regulieren und mehr Achtsamkeit im Alltag zu entwickeln – vorausgesetzt, es wird verantwortungsvoll umgesetzt.

Gemeinsame Mahlzeiten spielen im Ramadan eine zentrale Rolle im sozialen und familiären Miteinander. Quelle: Canva.
Was beim Fasten im Körper passiert
Grundsätzlich bedeutet Fasten, für einen bestimmten Zeitraum ganz oder teilweise auf Nahrung zu verzichten. Je nach Methode wird komplett auf feste Nahrung verzichtet oder lediglich die Essenszeiten werden begrenzt. Wenn dem Körper über mehrere Stunden keine Energie zugeführt wird, greift er auf gespeicherte Reserven zurück. Der Stoffwechsel stellt sich um, Fettdepots werden genutzt und bestimmte hormonelle Prozesse verändern sich.
Aus medizinischer Sicht geht es dabei weniger um „Entgiftung“, sondern um metabolische Anpassungen. Studien zeigen, dass zeitlich begrenztes Fasten unter bestimmten Voraussetzungen positive Effekte auf Blutzuckerwerte, Entzündungsmarker und Gewichtsregulation haben kann. Gleichzeitig ist wichtig zu betonen, dass Fasten nicht für jede Person geeignet ist. Menschen mit Vorerkrankungen, Essstörungen, starkem Untergewicht oder in besonderen Lebensphasen wie Schwangerschaft sollten ärztlichen Rat einholen.
Fasten und mentale Effekte
Neben körperlichen Veränderungen berichten viele Menschen auch von mentalen Effekten während des Fastens. Gerade in den ersten Tagen kann es zwar zu Müdigkeit oder Reizbarkeit kommen, doch nach einer gewissen Anpassungsphase erleben manche eine gesteigerte Konzentrationsfähigkeit und ein klareres Gedankenbild. Forschende untersuchen derzeit, inwiefern Fastenprozesse die Produktion bestimmter Botenstoffe beeinflussen, die für Wachheit und Fokus verantwortlich sind. Auch das bewusste Auseinandersetzen mit Hunger und Gewohnheiten kann zu einem reflektierteren Umgang mit Essen führen.

Der Verzicht auf Süßigkeiten kann Teil einer bewussten Ernährungsentscheidung sein. Quelle: Camva.
Intervallfasten, Heilfasten und moderne Varianten
Die bekannteste Form des Fastens im Alltag ist das Intervallfasten. Besonders verbreitet ist das 16:8-Modell, bei dem 16 Stunden gefastet und innerhalb eines 8-Stunden-Fensters gegessen wird. Diese Methode lässt sich vergleichsweise einfach in den Alltag integrieren und wird häufig mit einer bewussten, nährstoffreichen Ernährung kombiniert. Viele Menschen berichten von stabileren Energielevels und einem besseren Sättigungsgefühl.
Das klassische Heilfasten nach Buchinger verfolgt einen intensiveren Ansatz. Über mehrere Tage wird auf feste Nahrung verzichtet, stattdessen werden Brühen, Tees oder verdünnte Säfte konsumiert. Diese Methode wird häufig in spezialisierten Einrichtungen oder unter ärztlicher Begleitung durchgeführt. Während kurzfristiges therapeutisches Fasten bei bestimmten Beschwerden unterstützend wirken kann, ist eine fachliche Begleitung besonders bei längeren Fastenphasen sinnvoll.
Ebenfalls verbreitet ist das Basenfasten, bei dem keine vollständige Nahrungskarenz stattfindet. Stattdessen werden überwiegend pflanzliche, unverarbeitete Lebensmittel konsumiert. Auch wenn der Körper seinen Säure-Basen-Haushalt selbst reguliert, kann eine solche Ernährungsweise positive Effekte auf Verdauung und allgemeines Wohlbefinden haben.
Das Saftfasten hingegen setzt ausschließlich auf Obst- und Gemüsesäfte für einen begrenzten Zeitraum. Während kurzfristige Anwendungen meist unproblematisch sind, fehlen bei längerer Durchführung wichtige Nährstoffe wie Proteine oder Fette. Daher wird diese Methode heute kritischer betrachtet als noch vor einigen Jahren.

Frisch gepresster Saft wird häufig im Zusammenhang mit Saftfasten oder bewusster Ernährung konsumiert. Quelle: Canva.
Fasten im wissenschaftlichen Fokus 2026
In der Forschung steht vor allem die sogenannte Autophagie im Mittelpunkt – ein Prozess, bei dem Zellen beschädigte Bestandteile abbauen und recyceln. Der japanische Zellbiologe Yoshinori Ohsumi erhielt 2016 den Nobelpreis für seine Arbeiten zu diesem Mechanismus. Auch wenn viele Studien an Tieren oder unter Laborbedingungen durchgeführt wurden, wird weiterhin untersucht, in welchem Umfang Fasten diese Prozesse beim Menschen beeinflussen kann.
Ein weiterer Aspekt ist die metabolische Flexibilität, also die Fähigkeit des Körpers, effizient zwischen Zucker- und Fettverbrennung zu wechseln. Zeitlich begrenztes Fasten kann diese Fähigkeit unterstützen, insbesondere in Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßiger Bewegung.
Fasten im Alltag integrieren
Ein entscheidender Faktor für nachhaltigen Erfolg ist die Integration in den Alltag. Fasten sollte nicht als kurzfristiges Extremprojekt verstanden werden, sondern als strukturierte Phase mit klarem Beginn und Ende. Viele Menschen profitieren davon, Fastenzeiten bewusst zu planen – etwa außerhalb besonders stressiger Arbeitsphasen. Ebenso wichtig ist eine langsame Rückkehr zur normalen Ernährung, um Verdauung und Kreislauf nicht unnötig zu belasten. Wer Fasten als bewusste Unterbrechung nutzt und nicht als dauerhafte Einschränkung, erzielt häufig stabilere Ergebnisse.
Erfolgreich fasten – worauf es wirklich ankommt
Fasten ist kein Wettbewerb und keine radikale Diätstrategie. Wer erfolgreich fasten möchte, sollte ausreichend trinken, extreme Belastungen vermeiden und auf die Signale des eigenen Körpers achten. Wichtig ist eine realistische Erwartungshaltung: Fasten ersetzt keine dauerhaft ausgewogene Ernährung, sondern kann ein ergänzendes Instrument sein.
Entscheidend ist, ob die gewählte Methode zum eigenen Lebensstil passt. Für manche ist Intervallfasten alltagstauglich, für andere bietet eine zeitlich begrenzte Fastenphase im Rahmen religiöser Traditionen den richtigen Rahmen. Letztlich geht es weniger um Verzicht als um Bewusstsein – und darum, die eigene Beziehung zum Essen neu zu gestalten.
Supplements bin ich zum ersten Mal auf Social Media begegnet. Dort schau ich mir regelmäßig Beiträge von Influencern an, die täglich eine Reihe von Pillen zu sich nehmen. Diese versprechen in erster Linie Gesundheit und Schönheit. Aber ich frage mich, ob sie tatsächlich einen integralen Bestandteil einer gesunden Ernährung darstellen. Daher kläre ich in diesem Artikel, was Supplements überhaupt sind, welche Sorten was versprechen und für wen sie sinnvoll sind.
Was sind Supplements?
Das deutsche Wort für Supplements lautet „Nahrungsergänzungsmittel“. Das sind all diejenigen Tabletten und Pulver, die dazu entwickelt wurden zusätzlich zur Ernährung Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren, Fettsäuren und pflanzliche Extrakte einzunehmen. Sie ergänzen also die normale Ernährung und können in einigen Fällen Mängel ausgleichen.
Supplements gibt es mit vielen verschiedenen Inhalten und für verschiedenste Zwecke.
Welche Supplements gibt es?
Gesundheit
Viele Nahrungsergänzungsmittel versprechen Körperfunktionen zu verbessern, das Immunsystem zu stärken oder das Wohlbefinden zu steigern. Insgesamt also: den Menschen gesund zu machen.
Vitamine
Vitamine werden vor allem von den Menschen zusätzlich eingenommen, die fürchten, mit ihrer normalen Lebensweise ihren Bedarf nicht decken zu können. Jedes Vitamin sorgt für eine bestimmte Körperfunktion. Ein Supplement, soll diese Funktion dann stärken:
- Vitamin A: Wichtig für die Augen, das Immunsystem und die Haut.
- Vitamin D: Unterstützt die Aufnahme von Kalzium und fördert die Knochengesundheit.
- Vitamin C: Stärkt das Immunsystem, unterstützt die Kollagenbildung und wirkt antioxidativ.
- Vitamin B9: auch als Folsäure bekannt, stärkt die Gesundheit des Kindes in der Schwangerschaft
- Vitamin B12: Besonders wichtig für die Nervenfunktion und die Bildung roter Blutkörperchen. Ein Mangel tritt oft bei veganer Ernährung auf.
Mineralstoffe
- Magnesium: Unterstützt zahlreiche Körperfunktionen, darunter die Muskel- und Nervenfunktion. Ein Mangel kann zu Muskelkrämpfen und Müdigkeit führen.
- Eisen: Wichtig für den Sauerstofftransport im Blut und die Energieproduktion.
- Kalzium: Essentiell für die Knochen- und Zahngesundheit sowie die Muskelfunktion.
- Jod: Unterstützt den Stoffwechsel.
Probiotika
Probiotika sind lebende Mikroorganismen, hauptsächlich Bakterien, die zu einer gesunden Darmflora beitragen. Gerade nach Antibiotikatherapien kann es sinnvoll sein, nützliche Bakterien mit Probiotika zu fördern, um wieder ein Gleichgewicht der Mikroorganismen im Darm herzustellen.
Aber auch unabhängig davon, fördern solche Supplements die Verdauung und lindern die Symptome bei Menschen mit Verdauungsproblemen oder dem Reizdarmsyndrom.
Verdauungsenzyme
Ergänzend dazu gibt es Verdauungsenzyme, die dazu dienen, Lebensmittel in Nährstoffe zu zerlegen und damit dafür sorgen, dass der Körper mit Energie versorgt wird. Verdauungsenzyme produziert der Körper in der Regeln in der Bauchspeicheldrüse, im Magen und im Dünndarm, doch manche Menschen leiden unter Enzymmangel und können von entsprechenden Supplements profitieren. Etwa Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten können durch bestimmte Enzyme Blähungen, Völlegefühl und Bauchschmerzen lindern.
Pflanzliche Extrakte und Superfoods
Auf dem Markt sind zahlreiche Supplements, die pflanzliche Superfoods wie Spirulina, Chlorella, Weizengras, Hagebutten oder Acai-Beeren enthalten. Ihnen werden besonders gesunde Wirkstoffe zugeschrieben, etwa eine hohe Konzentration an Antioxidantien und Vitaminen. Sie versprechen, das Immunsystem zu stärken, den Körper zu entgiften und die allgemeine Vitalität zu fördern.
Beauty
Beauty Supplements sind speziell entwickelte Nahrungsergänzungsmittel, die bestimmte Nährstoffe enthalten, die die Gesundheit und das Aussehen von Haut, Haaren und Nägeln unterstützen sollen. Sie kommen in verschiedenen Formen, wie Kapseln, Tabletten, Pulver oder Flüssigkeiten, und enthalten häufig Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralien, Aminosäuren oder pflanzliche Extrakte. Die Theorie hinter Beauty Supplements ist, dass die gezielte Zufuhr dieser Nährstoffe in konzentrierter Form die körpereigenen Regenerationsprozesse unterstützt und so zu einer sichtbar besseren Haut, kräftigeren Haaren und stärkeren Nägeln führen kann.
Hyaluronsäure – Der Feuchtigkeitsspender für die Haut
Hyaluronsäure ist eine der beliebtesten Inhaltsstoffe in Beauty Supplements. Sie hat die Fähigkeit, große Mengen Wasser zu binden, was dazu beiträgt, die Haut von innen heraus mit Feuchtigkeit zu versorgen. Durch die erhöhte Feuchtigkeit kann die Haut praller und glatter wirken, was feine Linien und Falten reduziert. Da die Haut mit zunehmendem Alter immer weniger Hyaluronsäure produziert, greifen viele Menschen auf Supplements zurück, um diesen Verlust auszugleichen.
Collagen – Das Strukturprotein für Haut, Haare und Nägel
Collagen ist ein weiteres hochgelobtes Beauty Supplement. Collagen ist ein körpereigenes Strukturprotein, das in der Haut, den Haaren und den Nägeln vorkommt. Untersuchungen deuten darauf hin, dass die regelmäßige Einnahme von Collagen die Hautstruktur verbessern und Falten reduzieren kann. Es gibt auch Hinweise darauf, dass Collagen die Haarstärke und Nägelgesundheit unterstützen kann, indem es die Keratinproduktion anregt. Besonders Menschen mit trockenem Haar oder brüchigen Nägeln könnten von einer Collagen-Ergänzung profitieren.
Zink – Beauty-Booster
Zink unterstützt die Haut bei der Regeneration, wirkt entzündungshemmend und fördert die Festigkeit von Haaren und Nägeln. Es ist antioxidativ und schützt die Zellen vor freien Radikalen, die etwa durch UV-Strahlung und Stress entstehen und die Hautalterung Beschleunigen. Zink hilft also die Haut vor Schäden zu bewahren und den Alterungsprozess zu verlangsamen. Außerdem fördert Zink die Bildung von Keratin, dass Nägel und Haut widerstandsfähiger macht.
Biotin – Das Wundermittel für starke Haare und Nägel
Biotin, auch bekannt als Vitamin B7, ist ein weiteres häufiges Supplement, das in der Beauty-Welt gefeiert wird. Biotin ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt und unterstützt das Wachstum von Haaren und Nägeln. Bei Menschen mit Haarausfall oder brüchigen Nägeln kann Biotin das Haar kräftigen sowie das Nagelwachstum unterstützen. Allerdings haben die meisten Menschen keinen Biotin-Mangel und bemerken mit Biotin Nahrungsergänzungsmittel keinen Unterschied
Sport
Sportler setzen Supplements oft als Unterstützung für den Muskelaufbau, der Regeneration und der Leistungssteigerung ein.

Viele Sportler greifen auf Supplements zurück, um ihre Leistungsfähigkeit zu steigern. Quelle: canva
Proteinpulver
Nach einem intensivem Training benötigt der Körper ausreichend Eiweiß, um Muskelgewebe zu reparieren und zu stärken. Proteinpulver können helfen, die tägliche Proteinzufuhr gezielt zu erhöhen und so den Muskelaufbau zu unterstützen.
Keratin
Keratin verspricht die Schnellkraft eines Sportles zu steigern. Es wird in Muskelzellen gespeichert und stellt Energie in kurzen Belastungsphasen bereit. Vor allem Sportler, die ihre körperliche Leistung in kurzen und intensiven Trainingseinheiten steigern möchten, greifen auf Keratin zurück.
Aminosäuren
Aminosäuren wie BCAA (verzweigtkettige Aminosäuren) und EAA (essentielle Aminosäuren) fördern den Muskelaufbau und die Regeneration. BCAAs können während des Trainings die Ermüdung hinauszögern und den Muskelabbau minimieren, während EAAs den Körper mit allen essentiellen Aminosäuren versorgen, die er benötigt, um Muskelmasse aufzubauen und zu erhalten.
Omega-3-Fettsäuren
Omega-3-Fettsäuren sind essentielle Fettsäuren, die entzündungshemmende Eigenschaften haben. Sie können dabei helfen, die Erholung zu beschleunigen und Muskelkater zu reduzieren. Außerdem unterstützen Omega-3-Fettsäuren das Herz-Kreislauf-System und fördern die allgemeine Gesundheit.
Bei SuperSmart findet ihr verschiedene Präperate, um euren Omega-3-Fettsäuren Haushalt zu befeuern!
Koffein
Koffein ist ein bekannter Leistungsbooster, der die Konzentration und Ausdauer verbessern kann. Durch seine stimulierende Wirkung hilft es, die Müdigkeit hinauszuzögern und die Wachsamkeit zu steigern, was besonders bei intensiven Trainingseinheiten von Vorteil ist. Koffein ist in vielen Pre-Workout-Produkten enthalten und wird sowohl im Ausdauersport als auch im Krafttraining eingesetzt.
Für wen sind Supplements sinnvoll?
Supplements dienen dazu die gesunde Ernährung zu ergänzen, nicht zu ersetzen. Grundsätzlich ist es immer besser, Nährstoffe durch eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung aufzunehmen, da der Körper diese aus natürlichen Quellen effizienter verarbeiten kann. Eine ausgewogene Ernährung liefert nicht nur Vitamine und Mineralstoffe, sondern auch Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und andere gesunde Bestandteile, die in Nahrungsergänzungsmitteln fehlen können.

Supplements ersetzen zwar keine gesunde Ernährung, können aber für viele Menschen eine sinnvolle Ergänzung sein. Quelle: canva
Nahrungsergänzungsmittel können jedoch für verschiedene Personengruppen sinnvoll sein, insbesondere für diejenigen, die bestimmte Nährstoffe nicht in ausreichender Menge durch ihre Ernährung aufnehmen. Zu den häufigsten Gruppen gehören:
- Menschen mit erhöhtem Bedarf stehen häufiger vor der Schwierigkeit genügend Mikronährstoffe allein durch die Ernährung einzunehmen. Dazu gehören etwa Schwangere, stillende Frauen, ältere Menschen sowie Personen mit chronischen Erkrankungen.
- Menschen, die sich bewusst einseitig ernähren, oder bestimmte Lebensmittel meiden, wie etwa Veganer und Vegetarier haben oft Mangel an Eisen und Vitamin B12
- Menschen mit gesundheitlichen Problemen, wie etwa Verdauungsstörungen, können Supplements Abhilfe leisten
- Etwa jede 3. Person in Deutschland hat einen Vitamin D Mangel. So wird oft auch empfohlen, nur im Winter Vitamin D zusätzlich einzunehmen, wenn die Sonneneinstrahlung vermindert ist.
- Sportler, die gezielt ihre Leistung steigern möchten.
- Ältere Menschen, die Wert auf ihr Hautbild legen.
- Menschen mit Mangelerscheinungen wie Haarausfall und brüchige Nägel
Abschließend…
Für viele Menschen sind ein starkes Immunsystem, gesunde Zähne, glatte Haut, höhere Leistungsfähigkeit, kein Muskelkater nach dem Sport und entzündungshemmende Effekte willkommene gesundheitliche Vorteile. Ob diese Effekte durch gesunde Ernährung und Pflege allein erzielt werden können, oder ob Nahrungsergänzungsmittel dafür notwendig sind, ist abhängig vom jeweiligen Bedarf. Folsäure, Probiotika, Verdauungsenzyme, Biotin und Kreatin scheinen dagegen nur für Menschen in bestimmten Situationen sinnvoll zu sein. Jeder muss für sich selbst entscheiden, welche Supplements ihm in seiner Lebenssituation gut tun.
Ich persönlich habe ein paar Nahrungsergänzungsmittel in der Vergangenheit ausprobiert und durchaus Erfolge verbuchen können. Trotzdem sind sie für mich kein integraler Bestandteil meiner Morgenroutine, sondern werden nur bei akutem Bedarf eingesetzt.
Der Herbst – Zeit für warme Farben und kalte Nasen
Wenn die Tage kürzer werden, die Temperaturen sinken und sich die ersten Blätter färben, beginnt für viele die schönste, aber auch anfälligste Zeit des Jahres. Der Herbst bringt frische Luft, Gemütlichkeit – und leider auch die Erkältungssaison. Zwischen wechselhaftem Wetter, trockener Heizungsluft und engeren Räumen haben Viren jetzt Hochkonjunktur.
Doch wer seinen Körper richtig unterstützt, kann seine Erkältungsdauer verkürzen und Symptome mildern. In diesem Artikel erfahrt ihr, wie ihr gesund durch die kühle Jahreszeit kommt – mit den besten Hausmitteln, Ernährungstipps und etwas Achtsamkeit.
Warum wir im Herbst häufiger krank werden
Der Herbst ist eine Herausforderung für unser Immunsystem. Unser Körper muss sich auf ständige Temperaturwechsel einstellen: Morgens kalt, mittags mild, abends feucht – dieser Stress schwächt die Abwehrkräfte. Hinzu kommt, dass die Schleimhäute in Nase und Rachen durch trockene Luft schnell austrocknen, was Krankheitserregern den Weg erleichtert.
Doch auch unser Verhalten spielt eine große Rolle. Wir halten uns wieder häufiger in Innenräumen auf – ob im Büro, in der Bahn oder in der Schule – und damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Viren sich über Tröpfcheninfektion verbreiten. Selbst ein kurzer Kontakt oder ein Handschlag kann genügen, um sich anzustecken.
Auch Faktoren wie Stress, zu wenig Schlaf, Bewegungsmangel und eine vitaminarme Ernährung beeinträchtigen unsere Immunabwehr. Die gute Nachricht: Mit ein paar gezielten Maßnahmen lässt sich das Risiko deutlich verringern.

Wenn die Erkältung den Alltag stoppt: Zu Hause eingehüllt auf dem Sofa und Zeit zur Erholung nehmen. Quelle: Canva.
So schützt ihr euch vor einer Ansteckung
Viele unterschätzen, wie viel man mit kleinen Routinen bewirken kann. Hygiene, Ernährung und Bewegung sind der Schlüssel, um gesund durch den Herbst zu kommen.
1. Hygiene – die Basis jeder Vorbeugung
Händehygiene ist das A und O. Mehrmaliges, gründliches Händewaschen mit warmem Wasser und Seife entfernt Keime zuverlässig. Wenn das nicht möglich ist, kann auch ein alkoholhaltiges Desinfektionsmittel helfen.
Zusätzlich solltet ihr darauf achten:
- Hände vom Gesicht fernhalten, besonders Mund und Nase.
- Regelmäßig gelüftete Räume – ideal: mehrmals täglich Stoßlüften.
- Taschentücher immer nur einmal verwenden und danach sofort entsorgen.
2. Kleidung – die richtige Schicht zählt
Kleidung im Zwiebelprinzip hält warm, ohne dass ihr ins Schwitzen kommt. Mehrere dünne Schichten sind effektiver als eine dicke Jacke. Achtet besonders darauf, dass Füße und Rücken nicht auskühlen – beides senkt die Immunabwehr.
3. Bewegung – aber mit Maß
Auch im Herbst lohnt sich Bewegung an der frischen Luft. Moderate Aktivität wie Spazierengehen oder leichtes Joggen stärkt Kreislauf und Abwehrkräfte. Wichtig ist nur, sich dabei nicht zu überanstrengen, vor allem nicht bei Wind und Regen.
Wie ihr eure Erkältungsdauer verkürzen könnt
Eine Erkältung verläuft in Phasen – und wer früh reagiert, kann sie verkürzen. Ziel ist, das Immunsystem zu unterstützen, Symptome zu lindern und den Körper nicht zusätzlich zu belasten.
1. Ruhe und Schlaf – die beste Medizin
Unser Immunsystem arbeitet im Schlaf auf Hochtouren. In dieser Zeit werden Antikörper gebildet und Entzündungen bekämpft. Deshalb ist Schlaf in der Erkältungsphase besonders wichtig. Gönnt euch Pausen, legt das Smartphone beiseite und lasst euren Körper regenerieren.
Tipp: Auch ein kurzer Mittagsschlaf von 20–30 Minuten kann den Heilungsprozess beschleunigen.
2. Viel trinken – Flüssigkeit hilft doppelt
Trinken befeuchtet die Schleimhäute, verflüssigt den Schleim und unterstützt die Entgiftung. Ideal sind:
- Kräutertees wie Salbei, Kamille oder Thymian
- Heiße Zitrone mit Honig (Vitamin C + antibakteriell)
- Ingwertee, da Ingwer antiviral und entzündungshemmend wirkt
Achtet darauf, ausreichend (mind. 1,5–2 Liter täglich) zu trinken – besonders bei Fieber oder starkem Schwitzen.

Ein heißer Tee bringt Wärme und Ruhe – besonders, wenn eine Erkältung im Anmarsch ist. Quelle: Canva.
3. Ernährung – das Immunsystem stärken
Eine gesunde, vitaminreiche Ernährung hilft, Erkältungen zu verkürzen und vorzubeugen. Besonders wichtig sind:
- Vitamin C (in Orangen, Kiwis, Brokkoli) – stärkt Abwehrzellen
- Zink (in Nüssen, Hülsenfrüchten, Haferflocken) – hemmt Virusvermehrung
- Eisen und Eiweiß (in Fleisch, Linsen, Eiern) – unterstützen Zellaufbau
Auch Suppen und Brühen sind perfekt, da sie den Körper wärmen, Flüssigkeit liefern und leicht verdaulich sind.
4. Wärme und Hausmittel
Wärme hilft dem Körper, Erreger zu bekämpfen. Ob Wärmflasche, heißes Bad oder wärmender Kräutertee – sie fördern die Durchblutung und lösen Verspannungen.
Besonders effektiv:
- Inhalationen mit Salzlösung oder ätherischen Ölen (z. B. Eukalyptus)
- Warme Brustwickel bei Husten oder Engegefühl
- Fußbäder mit Senfmehl – regen die Durchblutung an und helfen beim Einschlafen

Wärme lindert Beschwerden – eine Wärmflasche hilft nicht nur bei Bauchschmerzen oder Unwohlsein, sondern auch bei Erkältungen. Quelle: Canva.
5. Bewegung und frische Luft – aber mit Bedacht
Wenn ihr euch nicht völlig schlapp fühlt, sind kurze Spaziergänge ideal. Frische Luft stärkt Lunge und Immunsystem, solange ihr euch warm haltet. Sport mit Fieber oder starker Erschöpfung solltet ihr allerdings vermeiden – das kann die Erkrankung verschlimmern.
Wann ihr besser zum Arzt gehen solltet
Erkältungen sind zwar in den meisten Fällen harmlos, doch bei bestimmten Symptomen ist Vorsicht geboten. Wenn ihr über mehrere Tage hohes Fieber, starke Halsschmerzen, pfeifenden Atem oder anhaltenden Husten habt, solltet ihr unbedingt zum Arzt gehen.
Auch wenn die Symptome nach einer Woche nicht abklingen oder sich verschlimmern, könnte eine bakterielle Infektion vorliegen, die behandelt werden muss.
Bei Säuglingen, älteren Menschen und chronisch Kranken ist eine frühzeitige Untersuchung besonders wichtig – das Risiko für Komplikationen ist hier höher.
Um einem Arztbesuch vorzubeugen, hilft oft schon die richtige Medizin aus der Apotheke!

Wenn eine Erkältung den Alltag pausiert: Medikamente, Tee und Ruhe helfen beim Gesundwerden. Quelle: Canva.
So helft ihr anderen – und euch selbst
Wer krank ist, sollte zu Hause bleiben. Das schützt nicht nur die Kollegen, sondern auch euch selbst – denn wer sich zu früh wieder belastet, riskiert einen Rückfall.
Zeigt auch Mitgefühl gegenüber anderen: Vielleicht braucht jemand Hilfe beim Einkaufen oder eine heiße Suppe vor die Tür gestellt. Solche kleinen Gesten helfen, die Krankheitswelle gemeinsam zu überstehen.
Und das Wichtigste: Gönnt euch die Zeit zur vollständigen Genesung. Eine verschleppte Erkältung kann den Körper langfristig schwächen.
Fazit – Gesund und achtsam durch den Herbst
Erkältungen gehören zum Herbst wie bunte Blätter und Kürbissuppe – aber sie müssen nicht ewig dauern. Mit der richtigen Balance aus Ruhe, Bewegung, Ernährung und Hausmitteln könnt ihr die Erkältungsdauer spürbar verkürzen.
Wer früh auf Warnsignale achtet, sich warm hält und auf seinen Körper hört, kommt gestärkt durch die kalte Jahreszeit.
Der Herbst 2025 erinnert uns daran, wie wichtig Achtsamkeit und Selbstfürsorge sind. Bleibt gesund, trinkt viel Tee und gönnt euch Wärme – euer Körper wird es euch danken. 🍵🍂
So sehr wir den Sommer auch schätzen – mit ihm kommt leider auch ein bekanntes Problem: Mücken. Diese kleinen Plagegeister können laue Abende im Freien schnell zur Geduldsprobe machen. Obwohl die Stechmücke eine bedeutende Rolle im ökologischen Gleichgewicht spielt, ist es nur allzu verständlich, dass wir versuchen, sie auf Distanz zu halten. Ob durch schützende Kleidung, Insektensprays, Duftkerzen oder spezielle Vorrichtungen für den Innenbereich – es gibt zahlreiche Strategien, um sich vor Stichen zu schützen.
Doch was ist zu tun, wenn eine Mücke dennoch zustecht? Auch hierfür kursieren zahlreiche Hausmittel und Empfehlungen, die Linderung versprechen. Um euch eine Orientierung zu geben, haben wir die wirkungsvollsten Tipps gegen die aktuelle Mückenplage für euch zusammengetragen.

Ein Moskitonetz bietet zuverlässigen Schutz in der Nacht, besonders in Regionen mit hoher Mückenaktivität. Dieses Bild zeigt, wie einfach und wirkungsvoll Prävention gegen Insektenstiche beim Schlafen aussehen kann. Bildquelle: Canva
Effektive Mückenstich-Prophylaxe auf Reisen
Ein guter Schutz vor Mückenstichen beginnt damit, dass ihr euch vorab gründlich über euer Reiseziel informiert. Besonders in Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit oder in der Nähe von Gewässern solltet ihr mit verstärkter Mückenaktivität rechnen. Feuchte Gebiete bieten den Insekten ideale Bedingungen zur Vermehrung.
Allerdings ist die Annahme, dass große Wasserflächen automatisch mehr Mücken bedeuten, nur teilweise richtig. Denn dort leben auch viele natürliche Fressfeinde wie Frösche oder Libellen, die die Anzahl der Mücken deutlich reduzieren können. Deshalb ziehen sich die Tiere oft in ruhigere, geschützte Bereiche zurück – zum Beispiel in Wälder oder in Gärten.
Gerade wenn ihr einen Campingurlaub plant oder zeltet, seid ihr besonders gefährdet. Achtet in solchen Situationen auf eine sorgfältige Körperhygiene und tragt schützende Kleidung. Lange, leichte Kleidung und helle Stoffe können euch dabei helfen, Mückenstiche wirksam zu vermeiden.
Körperhygiene als wichtiger Schutzfaktor
Ein effektiver Mückenschutz beginnt nicht erst mit dem Auftragen eines Sprays oder dem Anziehen langer Kleidung – auch eure Körperhygiene spielt eine entscheidende Rolle. Zwar hört man häufig, Mücken würden „süßes Blut“ bevorzugen, doch in Wahrheit lassen sich die Insekten hauptsächlich von Gerüchen leiten. Besonders die Mischung aus Schweiß, Hautfetten und Bakterien auf der Haut wirkt anziehend auf sie.
Gerade im Sommer, wenn ihr durch Hitze und körperliche Aktivität häufiger ins Schwitzen geratet, sind solche Geruchsspuren kaum zu vermeiden – selbst bei regelmäßiger Körperpflege. Trotzdem könnt ihr das Risiko von Stichen deutlich reduzieren, indem ihr euch möglichst häufig duscht und dabei milde, unparfümierte Seifen verwendet. Diese hinterlassen weniger Rückstände und beeinträchtigen das natürliche Hautmilieu nicht unnötig.
Ebenso wichtig ist eure Kleidung. Auch wenn das T-Shirt vom Vortag äußerlich noch frisch erscheint, hat es oft bereits Geruchspartikel aufgenommen, die für Mücken attraktiv sind. Wechselt eure Kleidung daher regelmäßig – idealerweise täglich – und achtet auch auf frische Textilien bei Bettwäsche und Handtüchern, wenn ihr auf Reisen seid. Eine saubere und geruchsneutrale Umgebung kann helfen, die Zahl der Mücken in eurer Nähe zu verringern.
Lange Kleidung schützt zuverlässig vor Stichen
Neben der Körperpflege ist auch die Wahl der Kleidung ein zentraler Aspekt der Mückenstich-Prophylaxe. Vor allem in den Abendstunden, wenn die Aktivität vieler Mückenarten zunimmt, solltet ihr auf kurze Kleidung möglichst verzichten. Auch wenn die Temperaturen angenehm sind und ihr eure Sommergarderobe präsentieren möchtet – aus Sicht der Mücken bedeutet unbedeckte Haut eine Einladung.
Lange Hosen und langärmlige Oberteile bieten einen mechanischen Schutz, der selbst bei intensiver Mückenpräsenz wirksam ist. Besonders empfehlenswert ist Kleidung aus dicht gewebten, aber dennoch atmungsaktiven Materialien. Viele dieser Kleidungsstücke sind zudem mit imprägnierten Insektenschutzmitteln behandelt, was den Effekt weiter verstärken kann.
Wenn ihr euch trotzdem für kurze Kleidung entscheidet – etwa bei Wanderungen, sportlichen Aktivitäten oder an besonders heißen Tagen – dann achtet zumindest auf die Farbe eurer Textilien. Helle Farbtöne wie Weiß, Beige oder Pastellfarben wirken auf Mücken deutlich weniger anziehend als dunkle Kleidung, die Wärme speichert und von den Insekten leichter wahrgenommen wird.
Mit der richtigen Kombination aus Körperpflege, frischer Kleidung und bewusster Materialwahl schafft ihr die besten Voraussetzungen, um euren Sommer möglichst stichfrei zu genießen – egal ob zuhause, auf Reisen oder beim Camping.

Die Familie zeigt, wie einfach effektiver Mückenschutz aussehen kann: Mit heller, langärmeliger Kleidung und langen Hosen lässt sich der Aufenthalt im Freien sicher genießen – ohne lästige Stiche. Bildquelle: Canva
Mückenschutz bei Nacht
Ganz gleich, wo ihr euch aufhaltet – ob im heimischen Schlafzimmer, beim Zelten oder in tropischen Regionen – ein Moskitonetz gehört zu den wirksamsten Schutzmaßnahmen gegen nächtliche Mückenstiche. Es bildet eine physische Barriere zwischen euch und den Insekten und verhindert zuverlässig, dass sie euch im Schlaf erreichen. Gleichzeitig ermöglicht das Netz eine ausreichende Luftzirkulation, sodass ihr auch in warmen Nächten erholsam schlafen könnt, ohne auf Frischluft verzichten zu müssen.
Moskitonetze sind in verschiedenen Größen, Formen und Materialien erhältlich – vom klassischen Baldachin für das Bett bis hin zum feinmaschigen Zeltaufsatz oder Netze, die sich an Fenstern und Türen anbringen lassen. Besonders für Reisen in Regionen mit hoher Mückendichte oder erhöhter Infektionsgefahr (wie z. B. Malariagebieten) solltet ihr darauf achten, ein Netz mit möglichst kleiner Maschenweite zu wählen und es korrekt anzubringen.

Ein Abend im Zeltlager: Beim Campen in der Nähe von Gewässern ist effektiver Mückenschutz besonders wichtig. Bildquelle: Canva
Was tun bei einem Mückenstich?
Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen lässt sich ein Mückenstich manchmal nicht vermeiden. In der Regel treten kurz nach dem Stich Symptome wie Rötung, Schwellung und starker Juckreiz auf. Besonders häufig betroffen sind Hautstellen, die nicht bedeckt waren – also Arme, Beine, Nacken oder Knöchel. Da diese Bereiche oft in Bewegung sind oder durch Kleidung und Alltagssituationen Reibung erfahren, verteilt sich das Sekret, das die Mücke beim Stechen abgibt, weiter auf der Haut. Das kann den Juckreiz zusätzlich verstärken und die Heilung verzögern.
Um den Juckreiz zu lindern, solltet ihr möglichst nicht kratzen, auch wenn das zunächst Erleichterung verschafft. Kratzen reizt die Haut weiter, kann Entzündungen begünstigen und im schlimmsten Fall kleine Infektionen verursachen. Kühlende Gels, antiseptische Salben oder sogenannte Stichheiler – kleine Geräte, die mit Wärme oder Vibration arbeiten – können den Reiz reduzieren und den Heilungsprozess unterstützen.
Wenn ihr zu allergischen Reaktionen neigt oder ungewöhnlich starke Schwellungen bemerkt, kann es sinnvoll sein, eine medizinische Salbe oder ein Antihistaminikum zu verwenden. In seltenen Fällen, besonders bei Stichen im Gesichtsbereich oder bei Kindern, solltet ihr eine ärztliche Einschätzung einholen.
Mit dem richtigen Schutz in der Nacht und dem passenden Umgang im Fall eines Stiches bleibt der Sommer für euch entspannter – selbst wenn ein paar Mücken unterwegs sind.

Ein Kühlpad auf der Haut kann helfen, den Juckreiz und die Schwellung nach einem Mückenstich deutlich zu lindern. Diese einfache Erste-Hilfe-Maßnahme ist besonders im Sommer wohltuend und effektiv. Bildquelle: Canva
Praktische Tipps gegen juckende Mückenstiche
Auch wenn ihr euch bestmöglich schützt – hin und wieder lässt sich ein Mückenstich nicht vermeiden. Um die Beschwerden so gering wie möglich zu halten, helfen einfache und bewährte Hausmittel. Die folgenden Tipps können euch dabei unterstützen, den Juckreiz zu lindern und Entzündungen vorzubeugen:
1. Nicht kratzen
So schwer es auch fällt: Versucht, nicht zu kratzen. Durch das Kratzen verteilt sich das Sekret, das die Mücke beim Stechen in die Haut abgegeben hat. Das verstärkt den Juckreiz zusätzlich und kann zu kleineren Hautverletzungen führen, die sich leicht entzünden. In manchen Fällen kann daraus sogar eine Infektion entstehen, die Narben hinterlassen kann. Es lohnt sich also, der Versuchung zu widerstehen.
2. Kühlen
Eine der effektivsten Methoden, um den Juckreiz zu lindern, ist das Kühlen der betroffenen Stelle. Ein in ein Tuch gewickelter Eiswürfel, ein kalter Waschlappen oder ein Kühlpad helfen dabei, die Schwellung zu reduzieren und das unangenehme Spannungsgefühl auf der Haut zu mildern. Achtet darauf, das Eis nie direkt auf die Haut zu legen, um Erfrierungen oder Reizungen zu vermeiden.
3. Spucke
Ein altbekanntes Hausmittel ist Spucke – nicht unbedingt angenehm, aber leicht verfügbar. Die Verdunstung auf der Haut sorgt kurzfristig für einen kühlenden Effekt, der den Juckreiz etwas abmildern kann. Der Effekt hält allerdings nur kurz an und ersetzt keine dauerhafte Behandlung.
4. Zwiebelwickel
Zwiebeln haben eine natürliche desinfizierende und entzündungshemmende Wirkung. Wenn ihr eine frische Zwiebelscheibe direkt auf den Stich legt und leicht andrückt, kann das den Heilungsprozess unterstützen. Die Inhaltsstoffe der Zwiebel wirken antibakteriell und helfen dabei, die Haut zu beruhigen. Besonders bei stärker angeschwollenen oder gereizten Stichen kann ein Zwiebelwickel hilfreich sein.

Zwiebeln enthalten entzündungshemmende Inhaltsstoffe und werden traditionell zur Linderung von Insektenstichen eingesetzt. Dieses Bild zeigt die Anwendung auf der Haut – einfach, natürlich und wirksam. Bildquelle: Canva
Vorbeugen ist besser als behandeln
Damit es gar nicht erst zu einem Mückenstich kommt, solltet ihr euch – insbesondere vor dem nächsten Campingurlaub – gut vorbereiten. Ein effektiver Mückenschutz, passende Kleidung und eventuell ein Moskitonetz gehören unbedingt ins Gepäck.
Und wenn ihr euch dafür ausrüsten möchtet, könnt ihr mit unserem Bergzeit Gutschein zusätzlich sparen – so wird der Schutz vor Mücken nicht nur effektiv, sondern auch preisbewusst.
Wir wünschen euch einen angenehmen, entspannten und möglichst mückenfreien Sommer.
Ich habe Stress! Diesen Satz hört jeder täglich – in der Arbeit, in der Schule, im Alltag. Stress wird durch verschiedene Faktoren ausgelöst. Dabei sind die Folgen auf eure Gesundheit von ständigem Druck und innerer Anspannung nicht zu vernachlässigen. Was hilft aber beim Stressabbau? In dem heutigen Artikel erklären wir euch wie genau Stress entsteht und verraten euch wertvolle Tipps, um Stress in 3 Schritten zu lindern.

Mentale Überlastung oder emotionale Überforderung kann zu gesundheitlichen Problemen führ. Wie können wir mit Stressbewältigung, Burnout oder Reizüberflutung im Alltag umgehen? Bildquelle: Canva
Was ist Stress?
Der Begriff Stress wird im allgemeinsten Sinne verwendet, um das Gefühl von vielen negativen Emotionen zu bezeichnen, die eine Person in verschiedenen Situationen erlebt. In diesen Situationen ist es notwendig, dass man sich an bestimmte Tatsachen, Faktoren und Bedingungen der Umgebung, in der man lebt, anpasst.
Die Folgen von Stress können einen negativen Einfluss auf den Körperbau, die Konzentration und vor allem eure Gesundheit haben. Ein großer Teil der körperlichen Erkrankungen sind auf Stress zurückzuführen wie beispielsweise Hauptprobleme und ein höheres Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Stress erkennen, bevor er krank macht
Es ist von entscheidender Bedeutung, den Stress noch in der Anfangsphase zu erkennen. Deswegen erklären wir euch demnächst die häufigsten Symptome von Stress:
- Kopfschmerzen
- Kreislaufprobleme
- Herzklopfen
- Verspannungen
- Zungen-/ Wangenbeißen
- Magenschmerzen
- Schlafstörungen bzw. Ein- und Durchschlafstörungen
- Schwindel
- Fingernägel kauen

Wenn euch häufig Kopfschmerzen oder Unruhe auffallen, lohnt es sich, nicht nur Symptome zu behandeln – sondern deren Ursache zu verstehen. Bildquelle: Canva
Manchmal merkt ihr die Symptome nicht, was ja nachvollziehbar ist. Wenn aber euch auffällt, dass ihr zum Beispiel ganz oft Kopfschmerzen habt, denkt bitte daran was diese Schmerzen verursacht hat. Es lohnt sich, erst die Ursache zu untersuchen und dann eine Lösung zu finden.
Der Gesundheit zuliebe: Stressabbau in 3 Schritte
Ihr wisst schon was Stress ist und wie ihr ihn erkennen könnt. Natürlich gibt es noch ausführliche Erklärung, wobei auch die Arten von Stress analysiert werden können, aber heute möchten wir euch gerne eher einige wertvolle Tipps geben, mit denen ihr den Stress abbauen könnt, was essenziell für eure Gesundheit und Wohlbefinden ist.
1. Kaugummikauen
Wir fangen direkt mit etwas ganz Einfachem an! Bestimmt habt ihr Kaugummis in eurer Tasche, wenn nicht, sind diese in jedem Geschäft zu finden. Aber wofür braucht ihr Kaugummis? Nicht nur für einen frischen Atem.
Eine neue Forschungstheorie vermutet, dass Kaugummikauen den Stress lindern kann. Wieso? Das Kauen reduziert die Ausschüttung von einem von der Hypophyse abgegebenes Hormon (ACTH) und somit auch weniger Cortisol ausgeschüttet wird, welches bekannt als ein typisches Stresshormon ist.
Eine weitere Spekulation behauptet, dass das Kaugummikauen mit einer ganz normalen tierischen und menschlichen Aktivität verbunden ist – das Essen. Wenn wir Kaugummi kauen, logischerweise bekommt der Magen und das Gehirn eine Meldung, dass ihr etwas esst. Es würde angenommen, dass ihr nicht essen würdet, wenn ihr in Gefahr seid. Das Gehirn “denkt“ dann, dass alles in Ordnung ist und der Körper normal weiter funktionieren kann.
2. Sport
Klar ist Sport machen hier zu erwähnen. Manche glauben es nicht, aber der Sport kann den Stressabbau enorm fördern. Durch Bewegung werden vermehrt Hormone produziert – primär Endorphine und Serotonin. Welche Sportarten helfen am besten gegen Stress?
- Yoga
- Tanzen
- Fußball, Handball, Basketball
- Joggen
- Wandern gehen

Gerade in hektischen Phasen kann eine bewusste Yogapraxis den Unterschied machen – sei es durch Bewegung, Atmung oder einfach nur durch die Entscheidung, innezuhalten. Bildquelle: Canva
3. Die 4-7-8 Technik
Das ist eine Technik, mit der ihr gezielt Stress abbauen könnt. Entwickelt hat sie der Arzt Dr. Andrew Weil. Der Vorteil ist, dass ihr könnt diese Methode überall einsetzen. Wie genau funktioniert die 4-7-8 Technik?
- Nehmt bequeme Position – sitzend, liegend, stehend. Wichtig ist, die Rücken gerade zu halten.
- Die Zungenspitzen kommt hinter den oberen Zähnen und wird da während der Übung gehalten.
- Augen schließen.
- Bevor ihr beginnt, atmet laut durch den Mund aus, atmet dann durch die Nase ein und zählt bis 4.
- Den Atem anhalten und bis 7 zählen.
- Langsam, aber hörbar vollständig durch den Mund ausatmen und dabei bis 8 zählen.
- Die ganze Übung 4 Mal wiederholen.
Zum Schluss
Stress macht euch auf Dauer richtig krank. Wer also regelmäßig im Job oder privat unter Druck steht, kann mit Entspannungsmethoden gegensteuern. Erst müsst ihr den Stress erkennen, dann die passende Lösung finden.
Jeder hat ja eine eigene Vorgehensweise, deswegen empfehlen wir euch selber unsere Tipps zu probieren, um herauszufinden welche Strategie auf euch eine optimale Wirkung hat. Wenn aber ihr nicht selber mit dem Stress umgehen könnt und in Sorge seid, kontaktiert bitte euren Arzt.

Die 4-7-8-Technik basiert auf einem einfachen Rhythmus: 4 Sekunden einatmen, 7 Sekunden Luft anhalten, 8 Sekunden ausatmen. Sie wirkt beruhigend auf das Nervensystem – eine kleine Übung mit großer Wirkung. Bildquelle: Canva
Vitamin D, auch bekannt als das Sonnenvitamin, spielt eine unverzichtbare Rolle für die Gesundheit unseres Körpers. Obwohl es oft als „Wundermittel“ gepriesen wird, das unser Körper ganz von selbst produzieren kann, ist die Wahrheit etwas komplizierter. Während die Sonne uns hilft, dieses wichtige Vitamin zu synthetisieren, muss der Prozess richtig angestoßen werden, und er ist nicht so einfach, wie es zunächst scheint. Die Vitamin-D-Produktion im Körper ist eng mit der Sonnenstrahlung verbunden, aber es gibt viele Faktoren, die den tatsächlichen Gehalt an Vitamin D beeinflussen können.
Warum ist Vitamin D so wichtig für unseren Körper?
Vitamin D ist ein essenzieller Nährstoff, der zahlreiche Funktionen im Körper unterstützt. Zu den bekanntesten Vorteilen gehören:
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Förderung der Knochengesundheit: Vitamin D ist entscheidend für die Aufnahme von Calcium und Phosphor, zwei Mineralien, die für den Aufbau und Erhalt starker Knochen wichtig sind.
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Unterstützung des Immunsystems: Es trägt zur Funktionstüchtigkeit des Immunsystems bei und hilft dabei, den Körper vor Krankheiten und Infektionen zu schützen.
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Muskelfunktion: Ein ausreichender Vitamin-D-Spiegel unterstützt auch die Muskelfunktion und trägt zu einem stabilen Bewegungsapparat bei.
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Zahngesundheit: Neben den Knochen wirkt sich Vitamin D auch positiv auf die Zähne aus und trägt zu deren Erhalt bei.
Was passiert, wenn wir zu wenig Vitamin D tanken?
Ein Vitamin-D-Mangel kann weitreichende Folgen haben und ist oft nicht sofort erkennbar. Symptome wie Müdigkeit, Schwäche oder muskelbedingte Schmerzen können darauf hinweisen, dass der Vitamin-D-Spiegel im Körper zu niedrig ist. Weitere Symptome eines Vitamin-D-Mangels sind:
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Schlafstörungen
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Schwaches Immunsystem mit erhöhter Krankheitsanfälligkeit
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Muskelkrämpfe und Schmerzen
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Taube Hände und Füße
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Haarausfall
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Innere Unruhe und Nervosität
Wie gewinnen wir das Sonnenvitamin?
Im Prinzip kann unser Körper Vitamin D durch Sonneneinstrahlung selbst produzieren. Also wie Tanken – Vitamin D tanken. Der Prozess funktioniert folgendermaßen: Wenn die Haut UV-B-Strahlung der Sonne ausgesetzt wird, wird in der Haut Vitamin D3 gebildet, das in der Leber weiter zu aktivem Vitamin D umgewandelt wird. Doch dieser natürliche Vorgang ist nicht so einfach, wie er klingt, und er wird durch mehrere Faktoren beeinflusst:
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Jahreszeit: In den Wintermonaten, besonders zwischen Oktober und März, ist die UV-B-Strahlung in den meisten Regionen zu gering, um genügend Vitamin D zu produzieren.
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Geografische Lage: Menschen, die in nördlichen Breiten leben, haben in den Wintermonaten Schwierigkeiten, ausreichend Sonnenlichteinwirkung zu erhalten.
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Hauttyp: Menschen mit dunklerer Haut produzieren weniger Vitamin D, da der höhere Melaninanteil die UV-B-Strahlung blockiert.
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Sonnenschutzmittel: Wenn Sonnenschutzmittel verwendet werden, wird die UV-B-Strahlung, die für die Vitamin-D-Produktion notwendig ist, reduziert.
Wie viel Sonne braucht der Körper, um ausreichend Vitamin D zu produzieren?
Die Empfehlung für den Vitamin-D-Gehalt hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Alter, Hauttyp und geografische Lage. Im Allgemeinen reicht es aus, 5 bis 10 Minuten täglich mit dem Gesicht, Unterarmen und Händen der Sonne ausgesetzt zu sein, um eine ausreichende Menge an Vitamin D zu produzieren. Wenn ihr jedoch länger in der Sonne bleibt, ist es wichtig, die Haut mit Sonnenschutz zu schützen, um Sonnenbrand und Hautschäden zu vermeiden.
Ein kurzer Spaziergang während der Mittagspause oder ein Spaziergang zur Arbeit kann schon ausreichen, um die nötige Vitamin-D-Menge zu tanken, ohne dass man zusätzliche Zeit einplanen muss.

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Vitamin D tanken in den Wintermonaten und bei schlechtem Wetter
In den Wintermonaten oder bei schlechtem Wetter ist es oft schwierig, genügend Vitamin D durch Sonnenstrahlen zu tanken. In diesen Fällen könnt ihr folgende Strategien nutzen:
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Sommermonate nutzen: Stellt sicher, dass ihr in den Frühjahrs- und Sommermonaten ausreichend Vitamin D speichert, indem ihr regelmäßig in die Sonne geht.
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Winterurlaub in sonnige Länder: Ein Winterurlaub in einem Land mit viel Sonnenstrahlung, wie z. B. in Südafrika oder Australien, kann helfen, euren Vitamin-D-Speicher aufzufüllen.
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Sonnige Wintertage nutzen: Wenn es an sonnigen Wintertagen klar ist, nutzt die Gelegenheit und geht nach draußen, um das Vitamin D aufzufrischen.
Vitamin D über Nahrung aufnehmen
Lebensmittel können ebenfalls zur Deckung des Vitamin-D-Bedarfs beitragen, wenn auch nicht in der gleichen Menge wie die Sonne. Besonders fettiger Fisch wie Lachs, Makrele und Hering sind reich an Vitamin D. Vegetarier und Veganer können auf alternative Quellen wie Pilze, Hühnereier und Milchprodukte zurückgreifen, obwohl diese nicht die gleiche Menge an Vitamin D liefern wie Fisch.
Einige Lebensmittel sind zudem mit Vitamin D angereichert, etwa bestimmte Pflanzenmilch oder Fruchtsäfte.

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Wann sollte man Vitamin D-Präparate einnehmen?
Vitamin D-Präparate sollten vor allem dann in Erwägung gezogen werden, wenn ein Mangel nachgewiesen wurde, der nicht ausreichend durch Sonnenstrahlen oder Nahrung behoben werden kann. Besonders Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder solche, die sich aus anderen Gründen selten in der Sonne aufhalten, profitieren von der Einnahme von Vitamin D-Tabletten oder Kapseln.

Das Sonnenvitamin gibt es auch als Nahrungsergänzungsmittel für die, die es über die Nahrung oder die Sonne nicht aufnehmen können – schaut bei DocMorris vorbei und lasst euch eure Ergänzungsmittel bis vor die Haustür liefern – sichert euch mit unseren Gutscheinen krasse Rabatte! Bildquelle: unsplash
Vitamin D tanken ist entscheidend für unsere Gesundheit
Vitamin D ist ein essenzielles Sonnenvitamin, das für zahlreiche Körperfunktionen unverzichtbar ist. Durch die Sonneneinstrahlung kann der Körper Vitamin D selbst herstellen, doch es gibt viele Faktoren, die den Prozess beeinflussen. Besonders in den Wintermonaten oder bei geringer Sonneneinstrahlung ist es wichtig, auf alternative Quellen wie Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen. Ein ausgewogenes Verhältnis aus Sonnenexposition und geeigneter Ernährung sorgt dafür, dass der Körper ausreichend mit Vitamin D versorgt wird und gesund bleibt.
Ein kleiner täglicher Abstecher in die Sonne, um Vitamin D tanken zu können schadet also niemanden, ihr solltet es jedoch auch nicht übertreiben und eure Haut vor zu viel UV-Strahlung schützen, mit entsprechenden Cremes.




